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"Flaschenpost" im Hemd: Hilferuf aus Bangladesch

Das schlichte, blau-weiße Hemd der Marke "Youkon" ist ein Geschenk an Martin Klütsch zu seinem 41. Geburtstag. Als seine Frau Claudia die Verpackung aufreißt, rutscht plötzlich ein kleiner Zettel aus dem Kragen: Es ist ein dringender Hilferuf, aus einem fernen Land.

Die Frau aus Wesseling bei Köln dreht und wendet den eigenartigen grauen Pappstreifen. Klütsch kann die enge, krakelige Handschrift kaum entziffern. Auch ihr Mann kann nur mit Mühe die Botschaft, die in Englisch verfasst ist, übersetzen: "Brauche Geld zum Leben. Lege mein Schicksal in deine Hände." Auf der Rückseite: ein Name, Gazi Shahariyar, und eine Adresse aus Bangladesch.

Das ist ein schlechter Scherz, denkt Martin Klütsch und sagt seiner Frau, sie solle den Zettel weg werfen. Doch sie zögert: Was, wenn es den Absender dieser "Flaschenpost" wirklich gibt? Vielleicht ist dieser Mann tatsächlich in Not? Und womöglich ist sie die Einzige, die davon erfahren hat? Frau Klütsch will helfen.

Ihr Mann gibt ihr den Tipp, die Presse anzurufen. Die können doch herausfinden, ob die Adresse stimmt. Claudia Klütsch wendet sich an den Kölner Express, der Express meldet sich beim Spiegel, der Spiegel will einen Reporter nach Bangladesch schicken. Doch das alles dauert, und Klütsch kann so lange nicht warten. Kurzerhand schreibt sie einen Brief an diesen Menschen, den sie nicht kennt, an Gazi. Und weil sie es nicht übers Herz bringt, einfach nur Papier zu schicken, steckt sie noch 23 Dollar mit in den Umschlag. Einige Wochen später trifft der Brief aus Deutschland im Dorf Solakura in Bangladesch ein.

Der 28-jährige Gazi kann sein Glück nicht fassen. Seine Familie lebt in einer engen Hütte aus Holz und Wellblech. Gazi ist einer der Älteren von zehn Geschwistern und muss für alle Angehörigen sorgen. Das Geld, das aus Deutschland kommt, ist ein ganzer Monatslohn, den Gazi als Arbeiter in einer Hemdenfabrik verdient. Hier hat er auch den Zettel in der Verpackung versteckt. Er hat mit der Aktion seinen Job riskiert. Doch dass tatsächlich eine Antwort auf seine "Flaschenpost" in den Westen kommt, hat er nicht zu hoffen gewagt. Gazi schreibt zurück und bittet um weiteres Geld.

Claudia Klütsch schickt weitere Briefe, doch Geld legt sie nicht mehr bei. Sie fürchtet, dass die Briefe in dem für Korruption bekannten Land vorher geöffnet werden. Eine Überweisung kommt auch nicht infrage, Gazi hat kein Konto. In der Zwischenzeit bestätigt der Spiegel-Reporter: Gazi ist wirklich ein armer Mann. Und seine Situation hat sich noch verschlimmert: Gazi hat seinen Job in der Hemdenfabrik verloren.

Claudia weiß nicht, wie sie Gazi weiterhelfen kann. Sie und ihr Mann wollen ihn persönlich treffen. sternTV begleitet die beiden, die noch nie außerhalb Europas waren, auf ihrer Reise nach Bangladesch. Gazi wohnt eine Tagesreise mit dem Auto von der Hauptstadt Dhaka entfernt, im völlig verarmten Süden von Bangladesch.

So begegnen sich Absender und Empfänger ein Jahr nach dem Hilferuf: "Ich hab das Gefühl, man kennt sich schon lange", sagt Claudia Klütsch. Die Familie von Gazi reagiert schüchtern auf die Besucher aus dem reichen Westen. Nach dem Treffen beschließt Familie Klütsch, für Gazi ein Konto einzurichten und darauf jeden Monat 30 Euro zu überweisen, zumindest solange er noch arbeitslos ist. Claudia Klütsch ist glücklich über den Ausgang ihrer außergewöhnlichen Geschichte: "Nach der Geburt meiner Kinder war das Treffen mit Gazi das schönste Erlebnis, das ich je hatte."

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