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In 80 Tagen um die Welt

Und das ohne Geld! Dass sie sich in den unmöglichsten Situationen zu helfen wissen, haben Paul und Hansen Hoepner unlängst bewiesen. In Anlehnung an das Abenteuerbuch von Jules Verne wollen sie nun "In 80 Tagen um die Welt" reisen.

  Von Berlin nach... Berlin. Die Zwillingsbrüder Paul und Hansen Hoepner wollen - ohne Geld - in 80 Tagen einmal um die Welt reisen.

Von Berlin nach... Berlin. Die Zwillingsbrüder Paul und Hansen Hoepner wollen - ohne Geld - in 80 Tagen einmal um die Welt reisen.

Worauf sie sich eingelassen haben, wird den Brüdern Paul und Hansen Hoepner schon nach den ersten Versuchen, ohne finanzielle Mittel voran zu kommen, schmerzlich bewusst. Doch sie wollten es so: Ohne Geld einmal um die Welt - in nur 80 Tagen.

  Laufen, Trampen, Geld verdienen... Nach den ersten 12 Tagen sind Paul und Hansen Hoepner, nur noch ein paar Kröten in der Tasche, immerhin in Lissabon angekommen. 

Laufen, Trampen, Geld verdienen... Nach den ersten 12 Tagen sind Paul und Hansen Hoepner, nur noch ein paar Kröten in der Tasche, immerhin in Lissabon angekommen. 

Die Reise soll von Berlin über Lissabon, Vancouver, Tokio, Hongkong, China, Birma, Indien, Usbekistan, Kasachstan, Russland, Polen, und von dort zurück nach Berlin gehen. Als Fortbewegungsmittel ist alles erlaubt, was die beiden 33-Jährigen weiter bringt. Einziger Haken: Die komplette Reisekasse müssen sie unterwegs erwirtschaften – egal wie.

Die Grundidee ist erstmal einfach: Hansen ist gelernter Goldschmied. Die beiden wollen aus Metallstücken und Gegenständen aller Art kleine Schmuckstücke herstellen und verkaufen. Doch schon zu Beginn der Reise in Berlin läuft das Geschäft schleppend: ein Kronkorkenfahrradkettenring (nicht schön) und ein Modell aus dem Metall eines Sektkorkens (schon besser) bringen nicht das Budget für eine Weltreisenetappe. Die zurückgelegte Strecke an Tag Eins geht gegen Null.

Zwei Tage und noch immer in Berlin

Am nächsten Tag, so der Plan, soll es erst einmal Richtung Köln gehen. Doch auch Trampen ist in Deutschland offenbar ein hartes Geschäft. Zweimal Zelten in der Heimatstadt – in dem Reisetempo werden aus 80 Tagen 800. An Tag drei fluppt es dann endlich: Ein Pärchen nimmt die Brüder mit nach Frankfurt, danach schaffen es Paul und Hansen sogar noch bis auf einen Rastplatz kurz vor Saarbrücken. Die dritte Nacht verbringen sie hungrig im Wald. Der Versuch, blitzschnell nach Frankreich zu kommen, ist gescheitert.

In Saarbrücken müssen die Jungs zunächst Geld verdienen. Das Ausschlachten einer alten Fahrradfelge spült ihnen Geld in die Kasse. So kann es am nächsten Tag Richtung Lyon und nach Montpellier in Südfrankreich gehen. An einer Raststätte endet die heutige Reise. Nacht Vier und Fünf: Zelten im Grünen. So langsam werden auch die Klamotten gammelig. Das erleichtert nicht gerade das Vorhaben, eine Mitfahrgelegenheit zu finden. 

Ein Bett nach 10 Tagen

Erst der neunte Tag bringt eine glückliche Fügung. Ein Deutscher lädt die Weltreisenden in seinen Transporter. "Ronny" findet die Reiseidee klasse und kutschiert Hansen und Paul hunderte Kilometer nach Spanien. Abgesetzt in einer Pension nahe Sevilla können es sich die Brüder nach 10 Tagen endlich leisten, in einem richtigen Bett zu schlafen. Ronny hat den beiden 60 Euro für das Zimmer spendiert. Jetzt können auch die Klamotten gewaschen werden.

Tag 11: Geld verdienen in Sevilla. Immerhin müssen die Zwei langsam an die Reise über den Atlantik denken – Trampen ist da nicht. Aber erstmal buchen sich die Hoepners eine Mitfahrgelegenheit online. Trampen in Spanien hat sich als Geduldsprobe erwiesen, davon haben sie die Nase voll. Für 46 Euro fahren Paul und Hansen mit dem Bus nach Portugal. Auf der Habenseite stehen bei Ankunft in Lissabon nur noch 8,13 Euro.  Hier ist der letzte Punkt auf der Pflichtroute durch Europa. Für die Flüge nach Toronto müssen die Zwillinge nun rund 700 Euro erarbeiten. Ob die "Highspeed-Weltumrundung" in den verbleibenden 68 Tagen noch gelingen kann? Paul und Hansen werden es in den kommenden Wochen noch herausfinden. 

Ohne Geld in 80 Tagen um die Welt: Die Reise in Bildern
  Mit diesen Infotafeln - auf Deutsch und Englisch - setzen die beiden auf die Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen. Ob es funktioniert?

Mit diesen Infotafeln - auf Deutsch und Englisch - setzen die beiden auf die Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen. Ob es funktioniert?


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