Ist der Hartz-IV-Satz von 351 Euro pro Monat zu hoch? Wirtschaftswissenschaftler von der TU Chemnitz haben jedenfalls errechnet: Für die Existenzsicherung reichen 132 Euro. Wie kommt man damit durch den Alltag? Hier sind die Ergebnisse der Studie im Detail.

Vier Euro pro Tag: Kommt man damit hin?© Colourbox
Saft, Mineralwasser? Leitungswasser tut's auch. Brot, Reis, Nudeln? Gibt es jeweils schon für 6 Cent pro 100 Gramm. Gläser im Haushalt? Überflüssig, eine Tasse reicht. Ebenso wie ein Teller, ein Topf, eine Pfanne und einmal Besteck - mehr braucht es nicht in der Küche. Die Aussagen der Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler empfinden viele Hartz-IV-Empfänger als Zumutung.
"Die Höhe der sozialen Mindestsicherung - eine Neuberechnung 'bottom up'" ist der Titel der umstrittenen Studie. Die beiden Autoren kommen darin zu dem Schluss: 132 Euro pro Monat reichen für den alltäglichen Bedarf - wenn man stets auf die günstigsten erhältlichen Produkte zurückgreift. Geht man von Durchschnittspreisen aus, braucht man laut Studie maximal 278 Euro.
Die Preise wurden 2006 in Chemnitz ermittelt, bei Nahrungsmitteln etwa bei Aldi, Edeka und Kaufland. Einige Beispiele aus der Studie für die jeweils günstigsten Preise finden Sie in der Spalte.