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News am 13.02.2012
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20. Mai 2009, 22:15 Uhr

Wie Sie erfolgreich abnehmen

Diät-Tipps

Nur essen, was auf dem Diätplan steht? Auf Light-Produkte umsteigen? Oder Kalorien zählen? An guten Ratschlägen mangelt es beim Thema Abnehmen nicht. Doch was hilft wirklich beim Kampf gegen die überflüssigen Pfunde? stern TV hat wichtige Antworten.

Jeder zweite Deutsche ist zu dick. Und vor allem während des Winters haben viele noch einmal ein paar Kilo zugelegt. Jetzt heißt es also Abspecken - bloß wie? Welche Lebensmittel sind dann tabu? Woher weiß ich, wie hoch mein Energiebedarf ist? Und wo bekomme ich professionelle Unterstützung?

Zunächst sollten Sie genau beobachten, was täglich auf ihrem Teller liegt: Sehen die Mahlzeiten bunt aus, machen Sie alles richtig. Denn das heißt: Sie essen viel Gemüse und Obst. Das ist nicht nur gesund. In Obst und Gemüse stecken außerdem viele Wirkstoffe, die den Stoffwechsel in Gang bringen.

Sind die Dinge, die Sie zu sich nehmen, dagegen vorwiegend bräunlich - wie Braten, Soße, Schokolade, Bier, Chips oder Backwaren - sollten Sie Ihre Ernährung ändern.

Weg mit dem Fett
Außerdem empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Nicht mehr als 30 Prozent der Kalorien, die Sie täglich aufnehmen, sollten aus fetthaltigen Lebensmitteln kommen. Das sind bei 2200 Kalorien am Tag etwa 70 bis 80 Gramm Fett.

Doch wieviel Fett steckt in einzelnen Lebensmitteln? Fettwertetabelle downloadenDie genauen Werte können Sie hier herunterladen.

Weitere nützliche Tipps, die Ihnen das Abnehmen erleichtern und mit denen Sie vor allem den Jojo-Effekt vermeiden, finden Sie links in der Spalte .

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Essen wir zu viel Fett?

Ja. 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs sollten aus Fett bestehen, mehr nicht. Der Bundesbürger isst aber im Durchschnitt fast doppelt soviel - das meiste Fett nimmt er mit Fleisch, Wurst, Käse und Milch sowie fetthaltigen Süßigkeiten und Knabbereien auf.

Ist Fett generell schädlich?

Nein - im Gegenteil: In ausgewogenem Maße ist Fett wichtig für die Versorgung des Körpers mit fettlöslichen Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren. Nur wenn wir auf Dauer die nötige Fettenergiemenge überschreiten, ist es schädlich. Denn: Was zuviel ist, legt der Körper für "schlechte Zeiten" in Depots an. Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und Stoffwechselerkrankungen sind die möglichen Folgen. Eine große Menge Nahrungsfett fördert außerdem das Risiko für die Entstehung von Krebs, insbesondere Dickdarmkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterkrebs und Prostatakrebs.

Gibt es gutes und schlechtes Fett?

Ja. Es gibt gute (ungesättigte) Fette, die der Körper braucht. Sie werden vor allem zum Zellaufbau und zum Stoffwechsel benötigt. Und es gibt schlechte (gesättigte) Fette, die dick machen, weil sie sich einfach nur einlagern.

Gute Fette stecken unter anderem in Fisch, Avocados, Ölen, Nüssen, Vollkorngetreide, Kürbis- und Sonneblumenkernen. Schlechte Fette verstecken sich hingegen in panierten und frittierten Lebensmitteln, fettigem Fleisch, hellen Soßen, Milchprodukten, Chips, Sahne und Butter, Blätterteig, Fertiggerichten (Packung beachten!) und Süßigkeiten.

Was sind "leere" Kalorien?

Es gibt Lebensmittel, die den Körper nicht mit Vitaminen und Mineralstoffen, dafür aber mit jede Menge überflüssigen Kalorien versorgen. Dazu gehören:
- Weißmehlprodukte
- Gebratener Speck
- Fruchtsaftgetränke, Eistee und Colagetränke
- Schnaps, Sahnelikör, Whiskey u.s.w.
- Zuckerwatte und kandierte Früchte
- Fruchtgummi- und Karamellbonbons
- Schaumküsse, Puffreis, Baiser
- Buttercremetorte

Viel essen und abnehmen - geht das?

Ja, wenn Sie auf Nahrung mit einem hohem Wassergehalt setzen, etwa auf frisches Obst und Gemüse. Das macht Sie schneller und langanhaltender satt als fetthaltiges Essen. Denn: Wasser erhöht und Fett verringert das Volumen von Nahrungsmitteln. Und Volumen macht satt.

Tipp: Ersetzen Sie die ein oder andere Mahlzeit durch eine Gemüsesuppe.

Ist Wurst generell tabu?

Nein. Aufpassen sollte man aber bei Salami. Sie besteht fast zu 50 Prozent aus Fett, selbst fettreduzierte Salami hat immer noch 20 Prozent. Magerer Schinken hat dagegen von Natur aus nur 3 Prozent Fett. Fettarm sind außerdem: Putenbrust oder Corned Beef.

Sind Light-Produkte empfehlenswert?

Ernährungsberaterin Petra Klein hält nicht viel von Light-Produkten, manche enthalten vor allem viel Wasser und Chemie. Ihrer Meinung nach sollten normale Lebensmittel mit einem natürlichen geringen Fettgehalt immer die erste Wahl sein.

Warum sollte man viel trinken?

Studien haben ergeben, dass man im Jahr rund. 2,5 Kilogramm abnimmt, wenn man einen Liter Wasser mehr am Tag trinkt. Tipp: Vor dem Essen immer erst bis zwei ein Gläser Wasser trinken. Das trägt nicht nur dazu bei, dass man mehr trinkt. Es reduziert auch das Hungergefühl, weil der Magen dann schon etwas gefüllt ist.

Satt einkaufen gehen - warum?

Geht man mit leerem Magen in den Supermarkt, landen blitzschnell Dinge im Einkaufskorb, die man schnell aufreißen und essen kann. Sprich: Schokoriegel, Kekse, Bonbons, Chips. Wenn Sie satt sind, können Sie den Süßwarenregalen besser widerstehen. Und Sie kaufen eher die Lebensmittel ein, die Sie wirklich brauchen.

Warum Bewegung wichtig ist

Baut man während einer Diät Muskeln auf, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Jo-Jo-Effekts gegen Null. Muskeln verbrauchen Energie, sogar im Ruhezustand: So verbrennt 1 Kilo Muskeln pro Tag in etwa 30 Kalorien. Die Muskulatur macht folglich einen Großteil des Grundumsatzes aus. Deswegen sollte man darauf achten, beim Abnehmen vor allem Fett, und nicht hauptsächlich Muskelmasse zu verlieren. Und das schafft man nur, wenn man während des Abspeckens auch Sport treibt!

Wo finde ich professionelle Hilfe?

Da der Titel Ernährungsberater nicht geschützt ist, kann sich im Grunde jeder so nennen, der nur ein Wochenendseminar besucht hat. Folge: Es gibt unzureichend ausgebildete und unseriöse Ernährungsberater.

Seriöse Ernährungsberater in der Nähe Ihres Wohnorts finden Sie auf den Internetseiten der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung": www.dge.de/modules.php?name=adress

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