Lebensmittel darf es seit 2009 in allen möglichen Packungsgrößen geben, das hat die EU so entschieden. Damals versprach die Industrie mehr Wahlmöglichkeiten, zum Beispiel kleine Packungen für Singels und größere für Familien. Doch viele Hersteller nutzen die neue Regelung, um höhere Preise durchzusetzen und ihren Gewinn zu maximieren. Am häufigsten tricksen die vier Konzerne Procter & Gamble, Mars, Henkel und Nestlé, hat die Verbraucherzentrale Hamburg herausgefunden.
Für Kunden sind die Preiserhöhrungen nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Denn die Hersteller lassen sich eine Menge einfallen, um sie zu verschleiern. Dazu gehören: große Packung mit weniger Inhalt und viel Luft oder Zutaten von schlechterer Qualität zum gleichen Preis.
Andrea Scherer will für ihre Familie sechs Pakete Karotten zum Sonderpreis kaufen. Der Discounter verbietet es ihr: Es sei keine "haushaltsübliche Menge". Dürfen Händler solche Einschränkungen machen?