27. Juni 2012, 22:15 Uhr

Die Welt aus Sicht eines Hundes

Zwei Kamera-Hunde und ein besonderer Auftrag: Sie sollen uns die Welt aus ihrer Perspektive zeigen. Was die beiden an einem Tag in Hamburg erleben, zeigen ihre Bilder exklusiv bei stern TV.

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Ist die Welt aus Hundesicht eine andere? Bordeaux-Dogge Jack zeigt stern TV seine Sicht der Dinge©

Schätzungsweise fünf Millionen Hunde gibt es in Deutschland - und wohl etwa genauso viele verzweifelte Hundebesitzer. "Mein Hund versteht mich nicht", sagen viele. Möglicherweise hilft es, sich einmal anzuschauen, wie ein Hund eigentlich die Welt sieht.

Hundehinterteile werden beschnuppert

stern TV will es genau herausfinden und hat die Rüden Jack und Bruno auf geheime Mission geschickt: Mit Kameras ausgestattet sollen sie uns Zweibeinern zeigen, was sich in ihrer Welt abspielt. Denn Herrchen und Frauchen ahnen ja häufig gar nicht, wie aufregend und anstrengend ein Tag im Leben eines Hundes tatsächlich ist.

Labrador Bruno zeigt: Die Fahrt in der Hamburger Hochbahn ist für ihn eher langweilig. Die Fenster sind zu hoch, um raus zu schauen. Aufregender sind da die Begegnungen mit anderen Hunden. Bruno trifft auf eine Hundedame - und seine Nase wandert zu ihrem Hinterteil. Was für uns Menschen befremdlich wirken mag, ist für Hunde das Natürlichste der Welt: Drüsen am Hundepo geben Auskunft über das Geschlecht und den Gesundheitszustand des Gegenübers, aber auch über die Paarungsbereitschaft.

Der Geruchssinn des Hundes ist - je nach Größe und Rasse - bis zu hundertmal feiner als der des Menschen. Und die Vierbeiner nutzen ihre Nase wie wir unsere Augen: Sie orientieren sich mittels Geruch, erkennen andere Hunde anhand ihres Duftes, finden Fressen und nehmen Gefahren wie Feuer wahr. Kein Wunder also, dass Hunde ununterbrochen herumschnüffeln. Auch Bruno hat seine Nase meistens auf dem Boden.

Ein kultivierter Hund

Auch der zweite Kamera-Hund Jack verlässt sich ganz auf seine Nase. Er ist eine Bordeaux-Dogge und bringt stolze 60 Kilogramm auf die Waage. Sein richtiger Name ist "Jakiro von Canyaya". Entsprechend kultiviert und anspruchsvoll gibt er sich: Eine Bratwurst, die auf der Straße herumliegt, wird zwar angeschaut und beschnuppert - aber sie fressen? Niemals!

Beim Fressen verlässt sich Jack lieber auf Frauchen und Herrchen."„Es gibt Hunde, die schlingen einfach alles in sich hinein und es gibt halt auch Feinschmecker", weiß Frauchen Andrea Schöpfer. So wie Jack. Und da ist der Blick von unten - betteltechnisch betrachtet - sehr nützlich. Denn wer kann schon treuen Hundeaugen widerstehen?

 
 
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