In Grünanlagen und Parks sind sie immer häufiger zu sehen: Junge Menschen, die auf schmalen Nylonbändern balancieren: sogenannte "Slackliner". Und die Profis wagen sich inzwischen sogar in schwindelerregende Höhe.

Balanciert über Eiger Nordwand: Johannes Olszewski© stern TV
Was in den 1980er Jahren als Zeitvertreib einiger Kletterer im amerikanischen Yosemite-Nationalpark begann, hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Trendsport entwickelt: "Slacklining" - eine moderne Form des Seiltanzes.
Während traditionelle Seiltänzer aber über ein straff gespanntes Seil balancieren, laufen Slackliner über einen elastischen Riemen aus Nylon. Normalerweise sind die "Slacklines" etwa hüfthoch über dem Boden gespannt. Doch die wahre Königsdisziplin ist die "Highline": Auf ihr balancieren die Sportler zum Teil in mehreren hundert Metern Höhe.
Auch Johannes Olszewski ist einer von vielen begeisterten Anhängern. Seit drei Jahren "slackt" der 16-Jährige jetzt schon. Und auch ihn zieht es schon lange nicht mehr in den Park, er sucht den Nervenkitzel: in Gebirgen - und über tiefen Abgründen.
Und Johannes will noch höher hinaus: Mit seinem Team spannt er die Slackline an einem der höchsten und gefährlichsten Berge Europas: in der Eiger Nordwand, 3000 Meter über dem Meeresspiegel .
Wie Slacklining funktioniert, was man dazu braucht, und warum sich in vielen Städten Kritik regt, können Sie hier nachlesen.