10. Oktober 2007, 22:15 Uhr

Musik-Piraten im Internet: Sind auch Ihre Kinder kriminell?

Der Fall sorgte am Wochenende für Aufsehen: Bei einem Prozess um Musikpiraterie im Internet wurde die Angeklagte zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Die alleinerziehende Mutter muss 220.000 Dollar zahlen, weil sie in einer Internet-Tauschbörse 24 Songs illegal verbreitet hatte.

Internet-Tauschbörsen: Wo beginnt die Illegalität?©

Und auch in Deutschland wehrt sich die Plattenindustrie mit drastischen Forderungen gegen den Musik-Klau aus dem Netz: Bei tausenden ahnungslosen Eltern liegen in diesen Tagen Briefe eines Hamburger Anwalts im Briefkasten, der im Auftrag der Plattenbranche Schadenersatz zwischen 3000 und 10.000 Euro fordert und mit dem Staatsanwalt droht. Etwa 5000 Strafanzeigen stellt der Anwalt jeden Monat und sagt: "Die Strafen müssen weh tun".

Verbraucheranwälte dagegen finden die Forderungen völlig übertrieben, einige Richter halten Musik-Klau sogar für ein Bagatelldelikt, das sie nicht verfolgen wollen. Die Eltern sind dabei meist völlig ahnungslos und überfordert, kaum einer weiß, was die Kinder im Internet so alles machen. Und plötzlich steht die Polizei vor der Tür und nimmt den Computer mit. stern TV hat betroffene Familien besucht.

 
 
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