Um der Schulpflicht in Deutschland zu entkommen, hat Familie Romeike in den USA politisches Asyl erstritten. Dort können sie ihre Kinder nun zu Hause unterrichten. Sollte das auch in Deutschland möglich sein?

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Bei den Romeikes werden christliche Werte groß geschrieben - und genau die werden ihrer Ansicht nach durch das deutsche Schulsystem nicht vermittelt. Im Gegenteil: Deutsche Schulen würden stattdessen einen antichristlichen Unterricht fördern. Für Hannelore und Uwe Romeike war das Grund genug, ihre Kinder von der Schule zu nehmen - und sie fortan von zu Hause aus zu unterrichten.
In anderen Ländern wäre das kein Problem: Das sogenannte Homeschooling ist in vielen Ländern üblich. In den USA wird inzwischen etwa jedes 20. Kind von seinen Eltern unterrichtet.
In Deutschland ist Bildung dagegen Sache des Staates. Hier greift nicht nur die Bildungs-, sondern auch die Schulpflicht. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Ordnungswidrigkeit. Zwangsgeld, Beugehaft, ja sogar Sorgerechtsentzug können die Folge sein. In Hessen begeht man sogar eine Straftat, wenn man sein Kind nicht zur Schule schickt.
Die Romeikes hatten Deutschland deshalb 2008 verlassen - und politisches Asyl in den USA beantragt. Mit Erfolg: Ein Einwanderungsrichter in Memphis im Bundesstaat Tennessee hat dem Asylantrag der streng christlichen Familie Romeike aus Baden-Württemberg stattgegeben. Der Richter habe in seiner Entscheidung "anerkannt, dass deutsche Heimschüler eine verfolgte gesellschaftliche Gruppe darstellen."
Was ist Ihre Meinung zum Thema? Ist die Schulpflicht sinnvoll? Oder sollten Eltern das Recht haben, selbst darüber zu entscheiden, wo und wie ihre Kinder unterrichtet werden?