Haben Sie oder Ihre Kinder schon einmal Tauschprogramme wie Kazaa, E-Mule oder Limewire benutzt? Befürchten Sie, dass Dateien illegal auf Ihrem Rechner gelandet sind? Haben Sie vielleicht sogar schon eine Abmahnung erhalten? Dann sollten Sie juristischen Rat suchen. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte.

Christian Solmecke, Experte für IT-Recht© privat
Allein in Deutschland laden laut GfK knapp 10 Millionen Menschen Musik aus dem Internet herunter, 80 Prozent davon nach Schätzungen illegal. Da erscheint das Risiko, erwischt zu werden, zwar minimal. Doch die Musikindustrie, die Umsatzeinbußen fürchtet, schaut dem illegalen Treiben nicht mehr länger zu. Sie hat eine breit angelegte Abmahnwelle gestartet. So hat zum Beispiel Anwalt Clemens Rasch schon über 50.000 User erwischt. Und die werden mit saftigen Abmahngebühren konfrontiert: Zwischen 3000 und 10.000 Euro sollen sie zahlen.
Auch wenn andere Anwälte wie zum Beispiel Christian Solmecke diese Forderungen für maßlos überzogen halten - klar ist: Urheberrechtlich geschütztes Material im Internet mit Fremden zu tauschen, ist illegal. Deswegen sollte man sich nicht an diesen Tauschaktionen beteiligen und auch Kinder darüber aufklären.
Wenn Sie oder Ihre Kinder illegal Musik via Internet getauscht haben, lesen Sie unsere Informationen links in der Übersicht.
Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde & Beuger in Köln hat diese Punkte zusammengetragen. Im Fall der Fälle sollten Sie nicht auf persönlichen juristischen Beistand verzichten. Wer eine Unterlassungserklärung bei der Musikindustrie abgegeben hat, muss sich daran mindestens 30 Jahre lang halten - sonst drohen empfindliche Vertragsstrafen.