Er hat gekämpft, geangelt und gehungert. Joey Kelly ist unverwüstlich. Wie er das macht? Diese und weitere Fragen hat er im Chat beantwortet!
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Er ist Extremsportler, Ausdauerspezialist und ein bisschen verrückt. Kaum eine Herausforderung, die er nicht annimmt. Seine 10 härtesten Tage verlebte Joey Kelly aber beim stern TV-Survivaltest. Wie er das gemeistert hat? Das und mehr hat er hier im Chat erklärt.
netti: Hallo,Joey- toll,dass du die 10 Tage durchgehalten hast ! Was macht Calli jetzt = Hast du ihn mit nach Hause genommen ?!
Joey Kelly: Nein, Calli ist jetzt wieder bei seinem Besitzer. Ihm geht es super.
danny: hätte man nicht auch irgendwelche Wurzeln oder Pflanzen essen können? Gabs dort nur Kokosnüsse..keine Bananen oder sonstige Früchte oder Beeren, Pilze..sind die Alternativen für Essen denn nicht in einem Survival-Buch ?.. trotzdem alle ACHTUNG: Du bist wirklich ein harter Kerl und allen Respekt ! Viel Glück für weitere Projekte!
Joey Kelly: Bananen habe ich nicht gesehen. Die Kokosnüsse hingen ziemlich hoch an den Palmen. Von Wurzeln habe ich keine Ahnung und essbare Tiere habe ich keine gefunden.
Thomas: Würdest du gerne mal Bear Grylls treffen?
Joey Kelly: Ich finde Bear Grylls wirklich super und schaue gerne seine Sendungen. Vielleicht habe ich ja Glück und kann irgendwann mal mit ihm ein Projekt machen...
Ela: Hallo Joey, ich bewundere Deine Durchhaltevermögen. Bin schon seit ich fast 20 Jahren Fan Deiner und Eurer Musik und immer verfolge Auftritte von jedem von Euch. Mich würde interessieren ob die Zeit dort Dich verändert hat ? Ob Du bewusster mit Essen umgehst ?
Joey Kelly: Ich nehme aus jeder meiner Herausforderungen etwas mit. Auf der Insel habe ich gelernt, dass ich auch ohne Essen 10 Tage überleben kann.
Kerstin: Hey Joey, hat dein Körper nach solch einer Extrem-Belastung mit irgendwelchen Nachwirkungen zu kämpfen, bevor er sich wieder an die Normalität gewöhnt? Oder bist du gleich danach wieder vollkommen fit?
Joey Kelly: Ich habe mich sehr schnell erholt und hatte keine Probleme.
Sabine: Sag mal...hast du nachts nicht gefroren??? also,das wäre für mich noch schlimmer als hungern :)
Joey Kelly: Weil ich keine Decke hatte, habe ich manchmal ein bischen nachts gefroren. Der Hunger war schlimmer.
Flo: Ist Rüdiger Nehberg ein Vorbild für Dich?
Joey Kelly: Ich bin der größte Rüdiger-Nehberg-Fan. Er hat so viele interessante Abenteuerprojekte gemacht und hilft seit Jahrzehnten Menschen, die nicht so viel Glück haben. Er ist für mich ein Vorbild.
Jennifer : welches experiment würdest du nochmal machen, wenn du es müsstest. 10 Tage Insel oder Joey goes america...?
Joey Kelly: Beide Projekte waren total spannend und interessant. Amerika war viel abwechslungsreicher und bunter. Auf der Insel war es wunderschön, aber auch sehr eintönig und einsam.
antje: die krabbe auf den letzten bildern sah doch lecker und gross aus
Joey Kelly: Die Krabben waren kleiner als sie im Fernsehen aussehen und sie waren unglaublich schnell. Die kann man quasi nicht fangen.
Kito: würdest du so eine erfahrung unerfahrene menschen abraten?
Joey Kelly: Ich würde mich grundsätzlich für alles was man im Bereich Sport oder Survival macht immer vorbereiten.
paul: Hallo Joey, gab es ausser Fische keine anderen essbare Tiere?
Joey Kelly: Ich habe keine anderen Tiere gesehen! Ich glaube nicht, dass es auf den Inseln viele größere Tiere gibt.
Lara: Hi joey, wieviele kilos hast du verloren?
Joey Kelly: Ich habe in den zehn Tagen zwischen 8 und 10 Kilo verloren.
Mojo: War das Hungergefühl oder die Einsamkeit schlimmer :)
Joey Kelly: Der Hunger war schlimmer als die Einsamkeit. Ich habe in den letzten 17 Jahren an vielen Wettkämpfen teilgenommen, bei denen ich auch häufig alleine war.
Natsche: Hattest du zwischendurch ernsthaft Angst um deine Gesundheit?
Joey Kelly: Nein, eigentlich nicht, solange ich was zu trinken hatte. Ich weiß, dass man normalerweise durchaus in der Lage ist, 10 Tage ohne Essen auszuhalten.
Model: sehr beeindruckend! Was bzw. welchen Gegenstand oder welches kleine Hilfsmittel würdest Du im nachhinein dabei haben wollen?
Joey Kelly: Beim nächsten Mal würde ich mir eine Plane mitnehmen. Damit könnte ich mich vor Regen, Wind und Wetter schützen und dann besser schlafen.
Kathrin: Hallo Joey. Meine Frage ist: warum hast du nicht versucht Insekten zu fangen und zu grillen oder generell Tiere aus dem Wald?
Joey Kelly: Insekten gab es viele. Die waren nur so klein, dass es sich nicht gelohnt hätte. Und bei den wenigen großen Insekten war ich mir unsicher, ob sie nicht eventuell giftig sind!
Simone: Hallo Joey, Respekt für die 10 Tage. Hast du nicht manchmal daran gedacht mit Kalli das essen zu teilen. Gerade wenn man so ein hungergefühl hatte?
Joey Kelly: Beim Deutschlandlauf vor 2 Jahren habe ich eine Dose Hundefutter gefunden und habe es damals gegessen. Auf der Insel habe ich das Essen von Calli nicht angefasst. Die Aufgabe war ja, mich selbst zu ernähren. Es wäre für mich nicht regelkonform gewesen!
cowboy: Hey Joey was war das Erste, was Du gemacht hast, als Du wieder zurück warst?
Joey Kelly: Das Erste, das ich gemacht habe: Ich habe was ordentliches gegessen! Direkt als wir mit dem Boot ankamen, habe ich mir bei einem Straßenrestaurant ein Essen bestellt. Mein Magen ist aber in den Tagen auf der Insel sehr geschrumpft. Ich habe die Portion gar nicht geschafft...
Daniel: Hallo Joey, hat dir der Hund bei deiner Einsamkeit auf der Insel geholfen?
Joey Kelly: Calli war eine tolle Begleitung und total pflegeleicht und lieb. Es ist immer schön, wenn jemand da ist. Dadurch vergeht die Zeit auch schneller. Die Zeit mit Calli hat mir viel Spaß gemacht.
Biggi: Gibt es noch irgendetwas was du noch unbedingt mal machen willst?
Joey Kelly: Das Thema Survival in Kombination mit Ausdauersport finde ich eine wirklich spannende Sache. Das ist extrem naturverbunden. Ich habe in den 10 Tagen viel über die Natur gelernt und versucht im Einklang damit zu leben. Ich könnte mir vorstellen, in Zukunft sowas noch häufiger zu machen.
Christina: Hallo joey, hattest du zwischenzeitlich auch einmal angst auf dieser insel so ganz alleine?
Joey Kelly: Ja, ich hatte Angst. Es ist ein komisches Gefühl, ganz alleine zu sein und nicht die Möglichkeit zu haben, notfalls Hilfe zu rufen.
Naddel: Hey Joey, was hast Du am meisten auf der Insel vermisst (außer gutes essen) ?
Joey Kelly: Essen, Familie, menschliche Gesellschaft und ein schönes Bett!
Lisa: Hey Joey kannst du dir 10 Tage auch im Schnee vorstellen?
Joey Kelly: Ich habe 4 1/2 Wochen am Südpool im Schnee bei minus 30 bis 40 Grad verbracht. Das war auf 4 Quadrametern mit drei anderen Leuten. Das war der Wettlauf zum Südpool. Das Ziel war der Mittelpunkt des Südpools, eine Distanz von 500 Kilometern, die wir gelaufen sind.
Mechi: Hallo Joey ! Respekt für das durchhalten in der Einsamkeit. Hast du mal ans aufgeben gedacht, weil der Hunger zu groß war?
Joey Kelly: Ne, ich hatte keinmal das Gefühl, aufgeben zu müssen. Irgendwie habe ich mich weitermotiviert mit kleinen Erfolgen wie dem Hüttenbau, der Fund von einem Stück Matratze oder den Bau der Leiter.
Andre: Würdes du es noch ein mal machen?
Joey Kelly: Es war eine tolle Erfahrung, sehr empfehlenswert für Leute, die vielleicht an ihre Grenzen gehen wollen. Ich würde es nochmal machen!
Finchenfee: Hey Joey wie hält man das 10 Tage aus nichts zu essen?
Joey Kelly: Die ersten 3,4 Tage sind die schlimmsten. Dann stellt sich der Körper um und ernährt sich von Fettreserven. Man ist trotzdem schwach, hat nicht so viel Kraft wie sonst. Ich hatte häufig Kopfschmerzen und Bauchschmerzen.
beatrice: hallo joey, wie bereitest oder hast dich vorberreitet auf das survivial
Joey Kelly: Ich habe mich vorher über Überlebenstechniken informiert, Bücher zu dem Thema gelesen, Internetrecherche betrieben und natürlich ein paar Videos geschaut.