Sie passt sich der Haarfarbe ihres Wirtes an, krallt sich hartnäckig an den Haaren fest und krabbelt mit Vorliebe auf Kinderköpfen herum: die Kopflaus.

"Das große Krabbeln": Genervte Eltern, kratzende Kinder© DPA
Eine geschlechtsreife weibliche Kopflaus legt jeden Tag bis zu zehn Eier. Diese klebt sie in der Nähe der Kopfhaut seitlich an die Haare an. Die Larven schlüpfen nach etwa acht Tagen und sind nach weiteren zehn bis zwölf Tagen geschlechtsreif. So kann etwa alle drei Wochen eine neue Läuse-Generation entstehen. Weibchen werden ungefähr vier, Männchen nur zwei Wochen alt.
Kopfläuse ernähren sich ausschließlich von Blut. Rund alle drei Stunden saugen sie es über einen Rüssel und geben dabei - ähnlich wie Mücken - Speichel ab, um das Blut flüssiger zu machen und es langsamer gerinnen zu lassen. Auf den Speichel reagieren wir allergisch. Dadurch entsteht der Juckreiz. Außerhalb des Kopfes kann eine Laus nicht überleben, sie würde nach spätestens drei Tagen ohne Blut sterben.
Läuse können nicht springen. Sie krabbeln blitzschnell von Haar zu Haar, von Kopf zu Kopf. Daher werden sie fast ausschließlich dann übertragen, wenn Menschen ihre Köpfe buchstäblich zusammenstecken.
Falsche Vorurteile
Ein weit verbreitetes Vorurteil ist, dass die Verbreitung der Parasiten mit der sozialen Herkunft, der Wohnsituation oder Hygiene zu tun hat. Dem ist allerdings nicht so: Läuse wimmeln auf den Köpfen von Kindern aller Schichten, von Läusen kann wirklich jeder befallen werden. Effektiv dagegen schützen kann man sich leider nicht.
Selbst wenn man sich täglich die Haare wäscht, kann man die Tierchen nicht bekämpfen. Man hat bloß "sauberere" Läuse auf dem Kopf. Deswegen sollte es Eltern und Kindern auch nicht unangenehm sein, wenn in der eigenen Familie ein Lausbefall bekannt wird. Besser ist es, offen damit umzugehen und den Befall richtig zu behandeln.
Läuse sind zwar lästig, doch wenn man bestimmte Richtlinien beachtet, kann man sie loswerden. Die Antworten auf die häufigsten Fragen können Sie links in der Spalte nachlesen.