"Wenn er das schafft, dann schaffen wir das auch"

14. August 2013, 22:15 Uhr

Als der kleine Simon zur Welt kommt, erleiden seine Eltern einen Schock. Der Junge hat einen seltenen Gen-Defekt, das Apert-Syndrom. Womit sie nie gerechnet hätten: Simon lebt damit inzwischen gut.

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Apert-Syndrom, Behinderung, stern TV, Steffen Hallaschka

Simon Reinders - ein ganz normaler, behinderter Junge.©

Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Apert-Syndrom zu bekommen, liegt bei 1:130.000. Simon ist eines von ihnen. Bei ihm zeigte sich der seltene Gendeffekt erst nach der Geburt - für Simons Eltern zunächst ein Schock: Sein Kopf ist deformiert, seine Finger sind zusammengewachsen. Die Atemwege des kleinen Jungen sind so stark verengt, dass er droht zu ersticken. Petra und Peter Reinders lassen ihren Sohn nottaufen. Doch Simon kämpft und überlebt schließlich. "Und von da an ging es bergauf", sagt seine Mutter. "Da hat er beschlossen, ich schaffe das. Und dann haben wir gesagt: Wenn er das schafft, dann schaffen wir das auch." Immer wieder wird das schwer behinderte Kind operiert, sein Schädel erweitert, damit das Gehirn wachsen kann. Simons Finger werden voneinander getrennt. Der Junge entwickelt sich. Mittlerweile ist Simon elf Jahre alt. Er ist ein fröhlicher und tapferer Junge, der eine integrative Schule besucht - und ein Vorbild für alle Betroffenen. stern TV hat Simon und seine Familie über viele Jahre begleitet und ihren Kampf um ein ganz normales Leben mit der Kamera dokumentiert.

 
 
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