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16. Juli 2008, 22:15 Uhr

Lichttherapie gegen das Jucken

Neurodermitis

Das Jucken geht weg, das Hautbild verbessert sich, Nebenwirkungen gibt es nicht: Die neue Lichttherapie hilft vielen Neurodermitis-Patienten. Hier finden Sie die Antworten auf alle wichtigen Fragen zur Behandlung.

Therapiegerät: Neue Hoffnung im Kampf gegen Neurodermitis© stern TV

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Neurodermitis. Sie leiden an unerträglich juckenden Ekzemen, viele kratzen sich die Stellen blutig. Für die Erkrankten ist Neurodermitis eine belastende Krankheit mit nur wenigen erfolgreichen Behandlungsmöglichkeiten.

Bisher verfügbare Behandlungsmöglichkeiten wirken nur vorrübergehend und haben eine Vielzahl von Nebenwirkungen, die eine dauerhafte Behandlung weitgehend verbieten. Bekannte Nebenwirkungen der herkömmlichen Therapien sind beispielsweise Hautverdünnung und rasche Rückfälle, Hautkrebs-fördernde Wirkungen oder Organschädigungen.

Nun gibt es Hoffnung auf eine schonende, lang anhaltende Therapie. Dr. Jan Henrik Wilkens, eigentlich in der Krebsforschung aktiv, fand heraus, dass ein bestimmtes blaues Licht entzündete weiße Blutkörperchen in der Haut abtötet. Er entwickelte ein Gerät, mit dem sich Hautkrankheiten bekämpfen lassen: Es ähnelt einer Sonnenbank, aber im Gegensatz zur UV-Behandlung werden andere Zellen des Immunsystems der Haut geschont.

Wie die Lichttherapie funktioniert: In der Spalte links oben erhalten Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Kontakt zur Lichtklinik
Auf der Homepage der OptoMed Lichtklinik von Dr. Wilkens finden Sie viele weitere Informationen über die Behandlungsmethode.
Internet: www.lichtklinik.de
E-Mail: info@lichtklinik.de
Telefon Düsseldorf: 0211 - 6185218
Telefon München: 089 – 59997585
Fax: 0800 -­ 67 866 33
Weitere Informationen
Homepage des Bundesverbands Neurodermitiskranker:
www.neurodermitis.net
Homepage der Universitätshautklinik Mainz:
www.hautklinik-mainz.de
Was ist Neurodermitis?

Die Krankheit entsteht im Knochenmark und ist eine sogenannte Systemerkrankung des ganzen Körpers. Die Haut ist der Endpunkt. Dort treten Ekzeme auf, die meisten Erkrankten leiden unter unerträglichem Juckreiz und kratzen sich die Stellen auf. Den Juckreiz lösen falsch programmierte Zellen aus, die aus dem Knochmark und anderen Immunorganen stammen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass Neurodermitis zumindest zum Teil genetisch disponiert ist; die Krankheit gilt als unheilbar, lediglich die Symptome können behandelt werden.

Wie funktioniert die Lichttherapie?

Die Behandlungsmethode beeinflusst das Knochenmark im Körperinneren: Das Licht trifft (nur) die entzündeten Zellen der Haut und tötet sie ab. Diese abgetöteten Zellen werden von den Fresszellen des Körpers zum Lymphknoten abtransportiert. Von dort erhält dann das Knochenmark das Signal, nicht mehr Neurodermitis auslösende Zellen zu produzieren. Der Nachschub aus dem Knochenmark kommt zum Erliegen, die Haut erholt sich und wird schließlich ganz gesund.

Gibt es Nebenwirkungen, ist die Behandlung schmerzhaft?

Nein, denn das Licht enthält keine ultraviolette Strahlung. Das Therapiegerät ist ein sogenannter Random-Laser, bei dem die Blauanteile 80-mal so intensiv sind wie im Sonnenlicht. Für die normalen, gesunden Zellen ist dieses Licht durchsichtig, es trifft nur die durch die Entzündung rot eingefärbten Zellen. Die Therapie ist vollkommen unschädlich. Außerdem ist die Behandlung mit keinerlei Schmerzen verbunden, lediglich ein leichtes Kribbeln tritt auf.

Wie lange dauert die Therapie, bis Erfolge eintreten?

Bei den meisten Patienten tritt eine deutliche Besserung nach zwei Wochen - acht Sitzungen - auf. Bei leichten Fällen kommt es nach drei bis vier Wochen zur Abheilung. Bei schweren Fällen kann es bis zu drei Monate dauern, in Einzelfällen noch länger. In der Regel muss die Behandlung nicht dauerhaft durchgeführt werden; ist die Haut einmal gesund, bleibt sie es. Nur in Einzelfällen muss die Therapie wiederholt werden.

Gegen welche anderen Krankheiten hilft die Behandlung noch?

Bei Schuppenflechte, Hand- und Fußekzemen, Psoriasis, Akne, krankhaftem Haarausfall und Sklerodermie wurden ebenfalls Erfolge verzeichnet. Nebenbei soll die Lichttherapie auch gegen Pilzbefall und Bakterien helfen.

Wie teuer ist die Therapie, übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Eine Therapiewoche mit fünf bis sechs Sitzungen kostet etwa 1000 Euro. In der Regel werden die Behandlungskosten von privaten Krankenkassen, Beihilfestellen und Berufsgenossenschaften übernommen. In Einzelfällen haben bereits viele gesetzliche Krankenkassen auf Antrag ebenfalls die Behandlungskosten übernommen.

Patienten können sich beim Bundesverband Neurodermitiskranker e.V. beraten lassen und bekommen Hilfe bei der Bewilligung einer möglichen Kostenerstattung durch die Krankenkasse.

In welchen Städten kann man sich behandeln lassen?

Eine Ganzkörperbehandlung ist zur Zeit in den OptoMed LichtKliniken von Dr. Jan Henrik Wilkens in Düsseldorf und München möglich. Außerdem hat die Uniklinik Mainz ein entsprechendes Gerät. Hand- und Fußekzeme können bereits in vielen Städten von Hamburg bis Zürich therapiert werden.

Die genauen Standorte finden Sie hier: www.lichtklinik.de/standorte

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