10. Juli 2012, 10:15 Uhr

Auf der Jagd nach dem Höhenweltrekord

Mike Küng gehört zu den besten Gleitschirmpiloten der Welt. Inmitten des höchsten Bergmassivs der Welt will er nun mit seinem Schirm über den Mount Everest fliegen. stern TV hat ihn bei seinem waghalsigen Unternehmen mit der Kamera begleitet.

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Mike Küng hebt ab - im Himalajagebirge will er den Höhenrekord brechen.©

Mike Küng will es wagen. Es soll ein Weltrekordversuch werden, die ultimative Höhe zu erreichen: Im Himalaja in Nepal will der Gleitschirmprofi aus Österreich über den Mount Everest fliegen. Der Berg ist 8.848 Meter hoch. Der bisherige Höhenrekord liegt bei 7.300 Metern.

Um die richtige Starthöhe zu erreichen, müssen er und sein Expeditionsteam zunächst ins Gebirge aufsteigen. Dort können Küng auch widrige Umstände nicht von seinem Vorhaben abbringen: Die Sauerstoffgeräte, die das Expeditionsteam vor Ort gemietet hat, sind in einem desolaten Zustand und unbrauchbar. Auch die Wetterbedingungen sind alles andere als ideal für einen Weltrekordversuch: Schnee, Wolken und Wind. Als am nächsten Tag der Himmel aufklart, startet Küng den Versuch. Doch kurze Zeit nach dem ersten Abheben geht es für den Gleitschirmpiloten schon nur noch bergab. Die Thermik reicht nicht aus. Mike Küng muss abbrechen.

Die extreme Höhe ist unberechenbar

Gemeinsam mit seinem Team klettert er höher ins Gebirge und wagt einen neuen Versuch. Diesmal klappt es: Spiralförmig fliegt der Gleitschirm mit der Thermik immer höher. Zunächst auf 5.000 Meter. Dann 5.500 Meter. Die Tatsache, dass Küng auf ein Sauerstoffgerät verzichtet, macht die extreme Höhe unberechenbar. Die Luft ist hier so dünn, dass er jedem Moment ohnmächtig werden könnte, wenn er seine Atmung nicht richtig anpasst. 6.000 Meter. Doch bei 6.521 Metern ist plötzlich Schluss, die Thermik reißt ab und Mike Küng verliert innerhalb weniger Minuten rapide an Höhe.

Der Rekordversuch ist gescheitert, doch Mike Küng ist nicht enttäuscht. "Das war ein Wahnsinnsabenteuer", berichtet der Österreicher nach der Rückkehr ins Expeditionscamp von seinem Höhenflug. Und wenn es auch diesmal nicht geklappt hat - Mike Küng wird es wieder versuchen. Nicht umsonst wird er in der Szene auch "Mad Mike" genannt: Verrückter Mike.

 
 
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