26. Februar 2013, 12:15 Uhr

Aktivisten kämpfen in der Antarktis als Piraten des Guten

Obwohl der Walfang weltweit umstritten ist, werden die Tiere noch immer getötet. Aktivisten der Organisation Sea Shepherd kämpfen in der Antarktis dagegen an. Zwei Deutsche sind mit ihnen im Einsatz.

Sea Shepherd

In einer spektakulären Aktion versuchten die Sea Shepherd-Aktivisten vor wenigen Tagen, die japanischen Walfänger am Schlachten eines Zwergwales zu hindern.©

Olav Jost und Henrik Klein leben zurzeit unter unwirtlichen Bedingungen auf hoher See, bei arktischer Kälte. Freiwillig. Die beiden deutschen Tierschützer sind an Bord der "Steve Irwin", einem Boot der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd. Mit ihnen unterwegs: Der Gründer der Organisation, Paul Watson. Gegen den 62-Jährigen wurde aufgrund seiner radikalen Einsätze bereits Haftbefehl erlassen. In Deutschland auf Kaution frei, hat sich Watson abgesetzt, um auf der der "Steve Irwin" abermals mitzufahren. Mit mehreren Schiffen gehen die Aktivisten im antarktischen Walschutzgebiet gegen die japanische Walfangflotte vor. Auf ihrer jüngsten Mission vor wenigen Tagen hat die Besatzung der "Bob Barker" versucht, die japanischen Walfänger am Schlachten eines Zwergwales zu hindern. Sie drängten sich dabei mit ihrem Schiff zwischen die Boote der Japaner, die die Wale nach eigenen Angaben zu wissenschaftlichen Zwecken fangen und töten. Eine nicht ungefährliche Situation, die noch dazu vom amerikanischen Berufungsgericht geahndet wird. "Wir wollen es in diesem Jahr schaffen, dass kein einziger Wal abgeschlachtet wird. Dafür nehme ich gerne auch eine Strafe in Kauf", sagte Hendrik Klein in einem Interview. Bisher habe Sea Shepherd insgesamt mehr als 3000 Walen das Leben retten können. Für die Tierschützer Grund genug, ungeachtet aller Gefahren und Konsequenzen weiterzukämpfen. Live bei stern TV berichteten Olav Jost und Henrik Klein per Webschalte in die Antarktis von ihrem Einsatz auf der "Steve Irwin".

 
 
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