"Brutalo-Event", "Arena-Prügelei", "Käfig-Kämpfe" - nicht nur das Medienecho auf den ersten öffentlichen Kampf im "Ultimate-Fighting" war verheerend. Der Kampfsport, den es in Amerika seit Jahren gibt, löste eine heiße Diskussion aus. Zu Recht?

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Zwei Kontrahenten, die ohne jegliche Schutzkleidung in einem Stahlkäfig aufeinander einprügeln - in Amerika sorgen sogenannte "Ultimate-Fight"-Kämpfe längst für ausverkaufte Hallen. In Deutschland galten sie lange als viel zu brutal - und waren verboten. Doch das wird sich nun ändern: Am 13. Juni findet die "Ultimate-Fight"-Deutschland-Premiere in Köln statt, organisiert von dem amerikanischen Unternehmen "Ultimate Fighting Championship" (UFC).
Nicht nur in Köln tobt seitdem eine heiße Diskussion um Sinn und Unsinn dieser Sportart: "Ich verwehre mich gegen den Begriff 'Sportart'", sagt der Kabarettist und Box-Kommentator Werner Schneyder. "Das, was da gezeigt wird, hat nichts mit Sport zu tun. Diese Show ist eine Verharmlosung von Gewalt." Veranstalter und "Ultimate-Fighter" sind empört - es gebe keinen Grund, die Kampfsportart zu verteufeln oder zu verbieten. Geeinigt haben sich beide Seiten nun aber darauf, bei den umstrittenen Käfigkämpfen keine Kinder und Jugendliche als Zuschauer zuzulassen.
Den Kritikern wirft Herb vor, sich nicht wirklich mit dem Sport befasst zu haben. Dass dass gerade Box-Fans kritisch auf "Ultimate-Fighting" schauen, wundert Herb nicht. Denn: In den USA haben die Events dem Boxsport längst den Rang abgelaufen. Von einem Verbot hält Herb deshalb nichts, weil es das "Ultimate Fighting" in den illegalen "Millieubereich" zurückgedrängt würde, den es in den USA schon Mitte der 1990er Jahre verlassen hat.
Die UFC hat 2001 ein Regelwerk verabschiedet, das die illegalen Kämpfe aus Hinterhöfen und Kellern herausholte und im amerikanischen Sport etablierte. Allein 2008 hat das Unternehmen in den USA rund 250 Millionen Dollar umgesetzt. Die Wurzeln der Käfigkämpfe liegen im Allkampf der Olympischen Spiele der Antike.