Das Für und Wider der Bandscheiben-OPs

8. Mai 2013, 22:15 Uhr

Fast 80 Prozent aller Deutschen haben regelmäßig Rückenschmerzen. Die Zahl der Operationen nimmt stetig zu, obwohl sie oft umstritten sind. stern-Herausgeber Osterkorn ist seit der OP beschwerdefrei.

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Die Wirbelsäule ist Gerüst und Nervenkanal zugleich. Häufige Krisenherd: Die Bandscheibe. Eine Operation kann helfen - oder auch nicht.©

Knapp ein Fünftel aller Deutschen hat regelmäßig Rückenschmerzen, meistens in den Lendenwirbeln. Jedes Jahr erleiden allein rund vier Millionen einen Bandscheibenvorfall. In vielen Fällen ist das letzte Mittel der Wahl eine Operation. Doch die Zahl der Wirbelsäulenoperationen hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt - obwohl die meisten Menschen Angst vor einer OP am Kreuz haben. Auch Reiner Striemer leidet seit Jahren unter zwei schweren Bandscheibenvorfällen und einer so genannten Stenose, einer Verengung des Wirbelkanals. Jahr für Jahr nehmen die Schmerzen zu, bis der gelernte Kraftfahrer kaum noch gehen kann. Lange raten die Ärzte dem 48-Jährigen von einer Bandscheiben-OP ab. Stattdessen bekommt Striemer starke Schmerzmittel und am Ende eine Cortison-Spritzen-Therapie. Doch nichts kann seine Beschwerden wirklich lindern. Eine ähnliche Odyssee hatte Thomas Osterkorn hinter sich. Der Herausgeber der Zeitschrift stern und anderen, leidet seit acht Jahren an starken Rückenschmerzen. Auch bei ihm machten ein Bandscheibenvorfall und eine Stenose die Schmerzen irgendwann unerträglich. Als der 59-Jährige ebenfalls kaum noch laufen kann, fasst er den Entschluss zur Operation.

Inzwischen haben sich Osterkorn und Striemer beide operieren lassen – mit großem Erfolg. Live bei stern TV erzählt Thomas Osterkorn, wie es ihm nach dem umstrittenen Eingriff geht. Im gemeinsamen Gespräch mit Steffen Hallaschka erläuterte Wirbelsäulenchirurg Prof. Henry Halm, weshalb eine Wirbelsäulen-OP in vielen Fällen der letzte Ausweg bei Rückenschmerzen ist.

 
 
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