Die Geschichte der Christiane F., 1978 im stern erschienen, schockierte die Bundesrepublik. Bereits mit 14 Jahren war die Schülerin heroinabhängig und ging auf den Kinderstrich. Ein Entrinnen aus dem Elend erschien ausweglos. Ist Christiane F. heute "clean"? stern TV hat die 45-Jährige besucht. Von Sönke Wiese

Christiane F. heute© stern TV
Mit 12 Jahren rauchte sie Haschisch, mit 13 Jahren spritzte sie sich zum ersten Mal Heroin, mit 14 Jahren ging sie auf den Kinderstrich. Ihr Zuhause war der Berliner Bahnhof Zoo, ihre Bezugspersonen Junkies, Dealer und Freier. Sie erlebte mit, wie ihre Freunde auf Toiletten starben, sie spürte, dass es auch mit ihr zu Ende ging. Sie kämpfte verzweifelt gegen die Sucht, aber vom Heroin kam sie nicht los.
Christiane F. war 15 Jahre alt, als sie ihre Geschichte zwei stern-Reportern erzählte; "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" schockierte die Bundesrepublik. Mit erschütternder Eindringlichkeit, fast minutiös zeichnete die Schülerin ihren Weg in die Drogensucht nach. Christiane F. gab dem anonymen Elend in Deutschlands Großstädten ein Gesicht.
Jahrelang stand ihr 1978 erschienenes Buch in den Bestseller-Listen, verkaufte sich weltweit mehrere Millionen Mal. Auch die Verfilmung ein paar Jahre später wurde ein Erfolg. Christianes Bericht ist ein fester Bestandteil eines jeden Schul-Lehrplans.
Das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" endet weit weg vom Berliner Fixerelend: In ländlicher Idylle in Norddeutschland beginnt Christiane F. ein Leben ohne harte Drogen. Doch ihre Heroinkarriere war nicht zu Ende - tatsächlich begann nun erst recht eine wilde Achterbahnfahrt.
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Drogenhilfen In vielen deutschen Städten gibt es Drogenhilfen, die Abhängige ärztlich behandeln, mit sauberem Besteck versorgen oder einen Therapieplatz vermitteln - z.B. in Berlin:
www.aid-berlin.org