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Dieser teure Bahnübergang ist seit Jahren völlig nutzlos

Ein Bahnübergang für Radfahrer - ohne dass es dort einen Radweg gibt? Nicht nur in der sächsischen Gemeinde Haselbachtal hat stern TV erneut Fehlplanungen entlarvt, die den Steuerzahler jährlich zigtausende Euro kosten.

Nutzloser Hightech-Bahnübergang: In der sächsischen Gemeinde Haselbachtal kurz vor dem Ortseingang nach Kamenz-Gelenau hat die Bahn vor vier Jahren einen Bahnübergang mit automatischer Schranke und Ampel für Radfahrer errichtet. Absurd: Seit der Fertigstellung ist die Schranke in Betrieb und öffnet und schließt sich stündlich zwei Mal. Der Radweg, für den der Hightech-Bahnübergang gedacht ist, fehlt jedoch bislang immer noch....

Nutzloser Hightech-Bahnübergang: In der sächsischen Gemeinde Haselbachtal kurz vor dem Ortseingang nach Kamenz-Gelenau hat die Bahn vor vier Jahren einen Bahnübergang mit automatischer Schranke und Ampel für Radfahrer errichtet. Absurd: Seit der Fertigstellung ist die Schranke in Betrieb und öffnet und schließt sich stündlich zwei Mal. Der Radweg, für den der Hightech-Bahnübergang gedacht ist, fehlt jedoch bislang immer noch....

Welchen Sinn macht ein Bahnübergang speziell für Fahrradfahrer, wenn es dort überhaupt keinen Fahrradweg gibt? Diese Frage treibt viele Bürger in der sächsischen Gemeinde Haselbachtal um. Denn vor vier Jahren wurde dort — größtenteils aus Steuergeldern — ein zigtausende Euro teurer Rad-Übergang errichtet, dessen Schranken sich zwar zweimal stündlich zuverlässig öffnen und schließen. Allerdings ohne, dass das Sinn machen würde. Radfahrer fehlen nämlich weit und breit, da der dazu gehörige Fahrradweg bis heute nicht existiert.


Aussichtslose Aussichten, klanglose Klangbrücken: Die haarsträubendsten Fälle von Steuerverschwendung in Bildern
Doppelbetrieb in Gotha: Zwei Busse, die dieselben Strecken bedienen - zur gleichen Zeit? Was absurd klingt, ist in Gotha seit Jahresbeginn fast schon Normalität: Auf 13 Linien in der Innenstadt verkehren gleich zwei Busunternehmen. Weil die regionale Verkehrsgemeinschaft dem bisherigen Busunternehmer nach einem Vergütungsstreit gekündigt und einen anderen Anbieter beauftragt hatte, war das die einzig logische Konsequenz, dachte sich der bisherige Unternehmer. Seine Verträge laufen nämlich offiziell noch bis 2019, sagt er – und fährt einfach weiter. Auf den Kosten von inzwischen über einer Million Euro wird wohl der Steuerzahler sitzen bleiben.

Doppelte Busse in Gotha

Ein skurriler Streit prägt sein Wochen das Stadtbild von Gotha in Thüringen: Auf 13 von insgesamt 41 Strecken fahren jeweils zwei Busse im Nahverkehr – meistens sogar direkt hintereinander. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen der bisherigen Verkehrsgesellschaft und der Stadt, die trotz unwirksamer Kündigung einen zweiten Busunternehmer beauftragte. Monatliche Kosten von mindestens 350.000 Euro kommen auf die Gothaer Steuerzahler zu. 


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