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Die unglaubliche Geschichte einer Flaschenpost

Als Kinder hatten die beiden Freunde Paul-Gerhardt Goerzel und Markus Bernhardt 1976 eine Flaschenpost in einen Bach geworfen. Nun bekamen Sie ihren Brief zurück. Nach 35 Jahren.

  Als Kinder hatten die beiden Freunde Paul-Gerhardt Goerzel und Markus Bernhardt die Flaschenpost 1976 in die Dill geworfen.

Als Kinder hatten die beiden Freunde Paul-Gerhardt Goerzel und Markus Bernhardt die Flaschenpost 1976 in die Dill geworfen.

Post aus Norwegen? Von wem sollte die sein? Als Paul-Gerhardt Goerzel und sein bester Freund Markus Bernhardt den Briefumschlag öffnen, kommt ein Brief zum Vorschein, den sie einst selbst geschrieben haben. 1976 hatten die beiden im Alter von elf und zwölf Jahren eine Flaschenpost auf die Reise geschickt. Darin ein Zettel mit ihren Adressen und der Bitte: "Wenn Sie diese Flasche gefunden haben, schicken Sie sie an…". Im Sommer 2011 bekommen sie diese Bitte erfüllt! 35 Jahre lang war ihre Flaschenpost unterwegs und hat eine schier unglaubliche Reise hinter sich: Zunächst muss sie die Dill heruntergetrieben sein, in die Lahn, den Rhein entlang, in die Nordsee. Und dann ist sie schließlich in Norwegen gelandet - das ist eine Strecke von rund 2000 Kilometern.

Eine Geschichte für die stern TV-Storybox

Mit ihrer Geschichte haben sich Goerzel und Bernhardt an die stern TV-Storybox gewandt. Denn: Leider hat der Flaschenpost-Finder aus Norwegen seinen Absender nicht angegeben. Dabei wüssten die beiden Freunde zu gerne: Wer hat die Flaschenpost gefunden? Wann? Und vor allem: Wo? Und wer hat den Brief in Norwegen zur Post gebracht?

stern TV-Reporter Stefan Uhl macht sich mit den beiden Freunden auf Spurensuche. Unterstützung bekommen sie vom Landeskriminalamt Wiesbaden. Normalerweise klärt das LKA Verbrechen auf, heute nimmt Kriminaltechniker Michael Neumann den Briefumschlag unter die Lupe - und tatsächlich kann er mit Hilfe eines speziellen Lesegeräts das Datum des Briefstempels entziffern: 02.07.2011. Der Ort ist aber nicht lesbar.

Suche des Absenders über die sozialen Netzwerke

Im internationalen Postzentrum am Flughafen Frankfurt könnte man vielleicht wissen, woher die Post stammt. Logistikexpertin Stefanie Klotz ist täglich mit Postkollegen aus der ganzen Welt in Kontakt und versucht bei der Suche zu helfen: "Ich hab mein Netzwerk bei den Kollegen in Norwegen angeschrieben, die für den Brief und den Paketbereich arbeiten", erklärt die Expertin. "So streuen wir die Information einfach weiter und erhöhen die Möglichkeit, dass doch ein Treffer dabei ist."

Paul-Gerhardt Goerzel und Markus Bernhardt haben unterdessen eine Facebook-Seite eingerichtet. Sie hoffen, dass sich die Geschichte so bis nach Norwegen trägt - damit sie endlich wissen, wer ihre Flaschenpost gefunden hat.

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