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So lassen sich missglückte Tattoos noch retten

Wer hat das hässlichste Tattoo? Auf diese Frage meldeten sich bei uns unzählige Zuschauer freiwillig. Denn: Sie alle wünschten sich eine Rettung. Die Geschichten hinter den missglückten Motiven - und was sich daraus noch machen lässt.

Jenny M. aus Berlin: Sie wollte mit dem Tattoo eine Brandnarbe aus der Kindheit überdecken.

Jenny M. aus Berlin: Sie wollte mit dem Tattoo eine Brandnarbe aus der Kindheit überdecken.

Jenny Magura zeigt ihr Dekolleté nur ungern offen. Selbst wenn es draußen warm ist, trägt die 23-jährige Berlinerin meist hoch geschlossene Oberteile. Nur so kann sie die roten Flecken und das seltsam anmutende Motiv in der Mitte vor unangenehmen Blicken verstecken. In der Vergangenheit habe sie selbst fremden Leuten immer wieder erklären müssen, dass es sich nicht um eine Hautkrankheit handelt. "Das ist tatsächlich so tätowiert worden", erzählt Jenny. "Es  sollte mal ein Totenkopf mit Schleife in der Mitte werden in der Mitte und es sollte auch Rot hinterlegt werden. Und am Ende sitzt man da und man hat wirklich Geld dafür bezahlt, damit es dann so aussieht?"

Dabei hatte sich Jenny Magura das Tattoo vor drei Jahren eigentlich extra stechen lassen, um damit eine Brandnarbe aus ihrer Kindheit zu überdecken. Als sie drei Jahre alt war, hatte sie sich mit heißem Tee die Brust verbrüht. Die Berlinerin hat auch an anderen Körperstellen noch Tattoos, die ihr gut gefallen. Unter anderem einen Schmetterling. Den könnte sie sich auch anstelle der verunglückten Totenkopf-Schleife vorstellen.

Rettung bringt ein Cover-up

Etwa 15 Prozent der Deutschen sind tätowiert, rund ein Viertel von ihnen ist letztlich unglücklich mit dem Tattoo. Auf den stern TV-Aufruf bei Facebook hatten sich mehr als 100 Leute gemeldet. Darunter auch Jenny Magura und Michaela Bergmann. "Ich wollte meinen Eltern zum Hochzeitstag ein Geschenk machen, und dachte mir: Ich lasse mir das Hochzeitsporträt von ihnen tätowieren", erzählt Michaela. Das Hochzeitsbild der Eltern sieht auf ihrer Wade allerdings wenig originalgetreu aus. Ihre Eltern seien eher schockiert, als erfreut gewesen, erzählt die 23-jährige Kölnerin. Um die Farben zu verblassen, hat sich Michaela Bergmann bereits mit einem Laser behandeln lassen. So kann ein neues Tattoo über ihr altes gestochen werden – ein so genanntes Cover-up. Damit diesmal nichts schief läuft, hatte stern TV für sie Daniel Zorg, einen der angesagtesten Tätowierer Kölns, organisiert. Für ihr neu gestaltetes Motiv in Gestalt eines Gesichts nahm Michaela sechs Stunden bei Daniel Zorg unter der Nadel in Kauf.

Auch für Jenny Magura waren wir auf der Suche nach einer neuen Lösung: Tätowierer Marc schlug ihr ein großes geometrisches Cover-up vor. Der gewünschte Schmetterling sei bei der Vorlage nicht möglich. Eigentlich nicht das, was sie sich vorgestellt hatte, "weil ich ja ein Mädchen bin, ein bisschen verspielt. Da möchte ich vorne nicht wie ein Geometrieblatt aussehen." Die Alternative: Erst eine Lasertherapie – und dann das Wunschmotiv. "Ich bin erleichtert, jetzt zu wissen, dass es Mittel und Wege gibt, um das wirklich noch zu verbessern", sagt die 23-Jährige. 


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