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Tierfilmer Matto Barfuss: Ein Mann, ein Land, eine Gepardin

Matto Barfuss wird mittlerweile der "Gepardenmann" genannt. Der 47-jährige Rheingauer hat die Gepardin Maleika vier Jahre mit der Kamera durch die Weiten der Masai Mara in Kenia begleitet und dabei spektakuläre Aufnahmen gemacht. Das Tier und seine sechs Jungen wurden für den Filmemacher zum Mittelpunkt seines Lebens.

"Was mich so sehr begeistert, ist diese Ungezwungenheit, diese Weite, das Afrika der wilden Tiere", sagt Matto Barfuss. "Ich bin in Afrika immer auf der Suche nach Geschichten gewesen. Aber das schönste war, als Maleika mit ihren sechs Babys da saß. Das ging wahnsinnig ans Herz." Der deutsche Filmemacher aus dem Rheingau Matto Barfuss alias Matthias Huber wuchs auf einem ökologischen Bauernhof auf und begann dort schon früh mit dem Malen und Zeichnen von Tieren. Als 24-Jähriger reiste Matto Barfuss zum ersten Mal nach Afrika. 1999 begleitete stern TV ihn mit der Kamera in die Serengeti-Wüste, wo Barfuss inmitten einer Gepardenfamilie lebte. "Ich habe Geparden immer so erlebt, wie gute Kumpels mit Macken und Kanten. Aber ich habe auch meine Macken und Kanten – also funktioniert es", sagt der Rheingauer.

"Die Beziehung zu Maleika war wie eine Liebesbeziehung"

Über viele Jahre nun schon gilt seine Faszination den wilden Tieren Afrikas. Als er 2013 erstmals auf Maleika traf, entstand die Idee zu einem ganzen Film. "Sie ist eine unglaublich schöne, fokussierte Gepardin, die wahnsinnig viel Ruhe und Erfahrung ausstrahlt. Das hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Ich dachte: Diese Frau kann mir eine tolle Geschichte erzählen. Aber die eigentliche Geschichte begann, als sie dann sechs Babys bekam." Matto Barfuss taufte die Geparden-Jungen Martha, Malte, Mirelèe, Marlot, Mia und Majet. Insgesamt 257 Tage begleitete der Fotograf und Filmemacher  die Gepardenfamilie mit der . Er war dabei, als die Kleinen vorsichtig die Umgebung erkundeten, wie sie spielten oder lange Strecken zurücklegen mussten. Er musste gemeinsam mit Maleika mit ansehen, wie ihr Sohn Malor von einem Krokodil gepackt wurde – und er beobachtete die jungen Wilden bei ihrer ersten Jagd. Für Matto Barfuss ist Maleika die Königin von Afrika, ihre Beziehung sei wie eine Liebesbeziehung gewesen, so der 47-Jährige. 


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