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Wie kann ich meine Internetprofile schützen?

Der Handel mit gestohlenen Identitätsdaten und Login-Informationen floriert. Dass auch Sie davon betroffen sind, können Sie verhindern. stern TV erklärt, wie Sie sich davor schützen, dass Ihre Account-Daten und Internetprofile in Umlauf kommen.

Überprüfen Sie kostenlos: Sind Ihre Profile betroffen?

Über die Internetseite des Hasso-Plattner-Instituts und über einen Sicherheitstest des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) können Sie einen so genannten Leak-Check machen. Damit können kostenlos prüfen, ob Profildaten von Ihnen bereits in den Händen von Cyberkriminellen oder im Internet im Umlauf sind. Hier erfahren Sie, wie und wo. 
Kostenloser Test: 
Wurden meine Profildaten schon geklaut? 

Benutzen Sie verschiedene und sichere Passwörter

Sichere Passwörter sollten nicht nur schwer zu erraten und nicht zu kurz sein, sondern auch Zahlen und Sonderzeichen enthalten.
Setzen Sie für verschiedene Dienste und Online-Shops nicht die gleichen Passwörter und Benutzernamen. Insbesondere nicht die Kombination aus beiden. Wie Sie unterschiedliche und gleichzeitig sichere Passwörter erstellen – und sich diese auch noch leicht merken können, erklären wir hier.
Tipps:
So erstellen Sie sichere Passwörter


Folgen Sie keinen Phishing-Mails

Phishing-Mails haben zum Ziel, dass Nutzer unter einem bestimmten Link ihre persönlichen Daten sogar freiwillig eingeben. Merken Sie sich: Keine Bank und kein Online-Shop würde Sie je per E-Mail auffordern, irgendwo Ihre Passwörter, Kreditkarteninformationen, TAN-Nummern oder sonstigen persönlichen Informationen zur "Verifizierung" einzugeben. Dennoch wirken diese Phishing-Mails inzwischen täuschend echt und man ist geneigt, der Quelle zu vertrauen.

Sie erkennen Phishing-Mails wie folgt:

  • An der Anrede und Ihrem Namen: Diese Informationen haben die Täter meist Ihrer E-Mail-Adresse entnommen, die wie die meisten möglicherweise aus vorname.nachname@... besteht. Deshalb fehlt oft die Anrede, oder es wird nur "Sehr geehrte(r) Herr/Frau" verwendet.
  • Die Links in Phishing-Mails führen nie zum vermeintlichen Absender. Wohin der Link tatsächlich führt, erkennen Sie an einer Zeile links unten, wenn man mit der Maus über die Taste fahren und NICHT klicken.
  • In der untenstehenden Beispiel-Abbildung einer täuschend echten PayPal-Mail ist an dem angezeigten Link erkennbar, dass er nicht zu PayPal führt. Der Begriff "sepa-umstellungen" in der URL soll trotzdem Vertrauen wecken. Lassen Sie sich davon nicht in die Irre führen.
  • Noch perfider sind Links, die sogar den Anschein machen, zu dem vermeintlichen Absender zu führen, etwa: http://www.zalando.de.irgendwas.cc/dateneingabe
    Auch hier führt der Link nicht zu Zalando, sondern zu irgendwas.cc/dateneingabe
    Es gilt: Die Angaben unmittelbar vor und nach dem letzten Punkt und vor dem ersten / zeigen an, zu welchem Server der Link wirklich führt.




Überprüfen Sie Ihren Computer auf Schadsoftware

Quellen der Hacker sind immer wieder eingeschleuste Schadsoftware, die sich heimlich auf den Computern der Nutzer einnistet und sie auf Passwörter und Profilinformationen durchsucht. Ob Sie eine solche Schadsoftware auf dem Computer haben und ob Ihr PC verwundbar für Angriffe aus dem Internet ist, können Sie zum Beispiel mit diesem Tool (regelmäßig) überprüfen. Darüber hinaus hat das BSI grundlegende Sicherheitsregeln aufgestellt, die Sie beherzigen sollten.

Achten Sie auch darauf, das Betriebssystem und die verwendeten Programme immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Mit jeder neuen Version werden mögliche Fehler und Sicherheitslücken geschlossen. 

Säubern und schützen Sie Computer, Tablet & Co.

Es gibt außerdem verschiedene, kostenlose Tools, die Ihren Rechner in wenigen Schritten von etwaigen Schadprogrammen säubern.
Zum Beispiel Botfrei, mit Programmen, die Ihren Computer von der Botnet-Infizierung befreit.
Oder Check & Secure, mit dem Sie über mehrere Programmschritte Ihren PC absichern können.

Noch sicherer und besser sind natürlich kostenpflichtige Antivirenschutzprogramme. Eine Investition, die sich auszahlt.

Lassen Sie Passwörter und Benutzernamen nicht automatisch speichern 

Auch wenn es praktisch ist: Lassen Sie nicht zu, dass Internetbrowser oder das Betriebssystem per AutoFill Ihre Login-Informationen speichert. Insbesondere nicht auf Geräten, die auch andere Personen benutzen können. Im Büro, bei Bekannten, in Hotels oder Internetcafés sollten Sie ganz besonders darauf achten, dass keine persönlichen Profilinformationen (automatisch) gespeichert werden. 

Setzen Sie auf sichere Online-Zahlungs-Methoden

Einige Zahlungsmittel und -methoden im Internet sind sicherer, als andere. Wer in seinem Shopping-Profil eine Kreditkarte speichert, läuft leicht Gefahr, dass Kriminelle beim Hack des Onlinekontos zuschlagen können.

Sicherer ist, die Zahlungsmethode bei jeder Bestellung neu einzugeben oder ein Bezahlsystem zu verwenden, das eine weitere Hürde bildet. Etwa, weil es ein weiteres Passwort verlangt. Zum Beispiel "Paypal". Logisch, dass dabei – und überhaupt in Finanzdingen – niemals ein mehrfach verwendetes Passwort zum Einsatz kommen sollte.

Nutzen Sie zusätzliche Sicherheitsabfragen

Einige Online-Shops und Dienste bieten eine so genannte 2-Faktor-Authentifizierung für Käufe und Änderungen an – vergleichbar mit dem TAN-System. Dabei wird zusätzlich zum Passwort ein nur kurze Zeit gültiger Code verlangt, um sich einzuloggen oder einen Kauf abzuschließen.

Die Dienste Amazon, Ebay, PayPal, Google, Dropbox, Facebook oder Twitter beispielsweise bieten das bereits an. Die Funktion findet man aber oft nicht auf Anhieb, man muss ein bisschen danach suchen.

Experte Tobias Schrödel vermutet, dass sich dieser Weg der "Doppel-Authentifizierung" immer mehr durchsetzen wird – und damit unsere Sicherheit vor Cyberkriminellen erhöht.

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