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So halten Sie Keime und Bakterien in Schach!

Es sind nicht nur die Schwämme, in denen Bakterien und Krankheitserreger beste Voraussetzungen finden, um sich zu vermehren. Wer ein paar Punkte beachtet, kann auch den Rest der Küche ausreichend hygienisch halten. So geht's.

Nicht nur Spülschwämme sind wahre Bakterienherde. Auch in der Spüle selbst, sowie auf Arbeitsflächen, im Geschirrspüler und auf anderen Apparaten und Oberflächen breiten sich die in der Küche aus. Sie lieben feuchte Wärme – und ausreichend Nahrung. Die bekommen sie meist durch unsichtbare Lebensmittelreste, die wir mit unseren Lappen und auch Fingern in der Küche verteilen. Was also tun, um die Keimbelastung möglichst gering zu halten? Hier ein paar praktische Tipps:

Nicht nur Schwämme regelmäßig austauschen 

Auch Küchenhandtücher, Trockentücher und Lappen sollten alle paar Tage, mindestens wöchentlich gewechselt werden. Handtücher bei mindestens 60 Grad waschen. Bei Lappen empfehlen sich ebenso wie bei solche, die nach wöchentlichem Gebrauch entsorgt werden können.

Geschirr spülen

Küchenutensilien, Geschirr und Besteck sollten – falls per Hand – immer mit Spülmittel und warmem Wasser abgewaschen werden. Und das möglichst bald nach dem Gebrauch. Lassen sie das Geschirr nicht vorher lange einweichen, denn warmes Wasser ist ein idealer Nährboden für . Die Spülmaschine sollte bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad spülen.

Spüle täglich reinigen

In der Spüle landen allerlei Flüssigkeiten und Auswaschrückstände. Deshalb gilt: Reinigen Sie die Spüle einmal täglich mit einem Reiniger, am besten abends oder morgens. Übrigens: Ein Zusatz von Desinfektionsmitteln ist bei der der Küche nicht erforderlich. Sie haben keinen zusätzlichen Einfluss. Ausnahme: In Haushalten mit stark immungeschwächten Personen.

Spülmaschine sauber halten

Auch ein Geschirrspüler sollte regelmäßig gereinigt werden, denn auch hier wachsen und gedeihen Keime prächtig und verbreiten sich von dort. Das heißt: nach jedem Waschgang grobe Essensreste aus den Sieben entfernen, Dichtungen der Tür öfters mal mit Lappen und Spülmittel reinigen, hin und wieder einen Maschinenreiniger anwenden.

Küchenweisheiten auf dem Prüfstand

    Welche Aussage stimmt?


    Arbeitsflächen sauber halten

    Der Punkt sagt es schon: Achten Sie darauf, dass die zwischen der Benutzung von Krümeln und Lebensmittelspuren befreit sind – am besten mit Lappen, Flächenreiniger - und dann mit einem Einwegtuch trocken nachwischen. Spuren von tierischen Lebensmitteln grundsätzlich mit Einwegtüchern wegwischen.

    Schneidebretter fit halten

    Bretter aus Kunststoff werden am Besten in der Geschirrspülmaschine sauber. Holzbretter sollten Sie mit reichlich heißem Wasser reinigen und anschließend senkrecht aufstellen, damit sie trocknen können. Da tiefe Schnitte eine Herberge für Keime sind, sollten Sie stark beanspruchte Brettchen ab und an austauschen. Für die Zubereitung von Geflügel bestimmen Sie am besten ein eigenes, spülmaschinengeeignetes Brett mit glatter Oberfläche, damit sich dort keine gefährlichen Bakterien festsetzen.

    Lebensmittel trennen

    Vermeiden Sie so genannte Kreuzkontaminationen, also dass bestimmte Lebensmittel oder ein verkeimter Gegenstand andere berührt. Besonders beim Hantieren mit verschiedenen Lebensmitteln, die nicht mehr durcherhitzt werden. Um das zu vermeiden, sollten Sie zwischen den einzelnen Arbeitsschritten Arbeitsflächen und Hände gründlich reinigen und verschiedene Schneidebretter für Gemüse, Fleisch, Fisch oder Käse verwenden.

    Hände gründlich waschen

    Waschen Sie Ihre Hände immer mit Seife, auch zwischen den Fingern und unter den Fingernägeln. Vor allem zwischen den Arbeitsschritten: Fleisch, Gemüse, Geschirr herausnehmen, Tisch decken, Aufräumen usw.

    Und wo habe ich sonst noch hingelangt?

    Beim Kochen muss es zwischendurch schnell gehen, natürlich bleibt nicht zwischen jedem Griff Zeit zum Händewaschen. Bei der wöchentlichen Küchenreinigung berücksichtigen Sie am besten auch Griffe, Kühlschranktür, Lichtschalter und die Apparate und Gegenstände, die auf der Arbeitsfläche stehen. Auch ein Blick in den Kühlschrank schadet einmal pro Woche nicht!

    Rohkost gründlich waschen, tierische Produkte durchgaren

    Salate, Kräuter, Gemüse und Obst für Rohkost gründlich waschen, um Keime zu entfernen. Bei Fleisch und anderen tierischen Produkten gilt, dass sie mindestens 70 °C für 2 Minuten im Inneren des Lebensmittels garen sollte (hilfreich kann ein Fleischthermometer sein).

    Kühlkette nicht unterbrechen

    Gekühlte Lebensmittel sollten nicht immer wieder längere Zeit der Zimmertemperatur ausgesetzt sein, sondern möglichst dauernd im Kühlschrank bei 2-5 °C aufbewahrt werden; Fleisch und Fisch im kältesten Fach lagern – auf der Ebene oberhalb des Gemüsefachs.

    Putzlappen trennen

    Benutzen Sie für Arbeitsflächen, Geschirr und Boden oder Mülleimer unbedingt verschiedene Lappen, die Sie jeweils einmal wöchentlich wechseln.

    Mülleimer reinigen Biomüll sollten Sie möglichst täglich entsorgen, alles andere aber auch nicht zu lange vor sich hingammeln lassen. Augenmerk ist auch auf den Eimer innen, den Deckel und die Umgebung zu richten. Idealerweise kümmern Sie sich einmal wöchentlich darum.

    Hygienetipps für die Fleischzubereitung: So schützen Sie sich vor multiresistenten Keimen

    Multiresistente Keime stellen für uns eine wachsende Gefahr dar. Aus der Massentierhaltung stammend, werden sie über das Fleisch übertragen. stern TV zeigt, wie Sie sich davor schützen können.

    Unsichtbare Gefahr im Fleisch

    Verbraucher sind verunsichert: Immer häufiger befinden sich multiresistente Keime auf Fleischproben. Die Keime entstehen in der Massentierhaltung, weil den Tieren regelmäßig Antibiotika verabreicht werden - und sich so resistente Bakterienstämme entwickeln können. Über das rohe Fleisch werden sie auf den Menschen übertragen. Einige Krankheiten sind dann nicht mehr behandelbar. stern TV zeigt, wie Sie sich schützen können.

    Fleisch gut durchgaren

    Keime sind nicht hitzeresistent. Das heißt: Wenn das Fleisch mindestens zwei Minuten lang auf 70 Grad erhitzt und gut durchgebraten wird, werden gefährliche Keime abgetötet. Aber: ...

    Fleisch immer abwaschen

    Die wirkliche Gefahr lauert bei der Zubereitung. Daher sollte das rohe Fleisch vor der Verarbeitung unter fließendem Wasser gut abgewaschen werden.

    Schneidebrett und Messer säubern

    Wichtig ist außerdem: Nach dem Zubereiten des rohen Fleisches müssen Schneidebrett und Messer gründlich gereinigt werden. Außerdem raten Experten, Schneidebretter aus Glas zu verwenden. Denn in Brettern aus Kunststoff oder Holz entstehen schnell Macken, in denen sich Keime festsetzen können.

    Fleisch und Gemüse getrennt schneiden

    Auf keinen Fall sollte erst das Fleisch und dann auf demselben Brettchen der Salat geschnitten werden. Denn: Das rohe Gemüse wird nicht erhitzt und mögliche Keime, die vom Fleisch übertragen wurden, werden nicht abgetötet.

    Hände waschen nicht vergessen

    Um eine mögliche Übertragung von Keimen zu vermeiden, sollten Sie sich speziell nach der Zubereitung von rohem Fleisch die Hände waschen: Am besten benutzt man dafür auch Desinfektionsmittel. Und: Über kleine Wunden an den Händen können die Keime auch in den Körper gelangen. Deshalb empfehlen Experten, dann Einweghandschuhe bei der Fleischzubereitung zu tragen.