27. März 2013, 14:28 Uhr

"Airwriting"-Handschuh ermöglicht Schreiben ohne Tastatur

Damit könnten in Zukunft kleine Tastaturen - wie bei Smartphones - ersetzt werden.

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Das Video im Wortlaut: Ein paar Bewegungen in der Luft und schon erscheint der Text auf dem Display. Mehr...

Möglich macht das der sogenannte Airwriting-Handschuh, den Informatiker des Karlsruher Instituts für Technologie entwickelt haben. Unter ihnen Diplom-Informatiker Christoph Amma, der erklärt, wie der Handschuh funktioniert. "Ja, unser Airwriting-Handschuh funktioniert so, dass hier auf dem Handrücken Bewegungssensoren angebracht sind, Beschleunigungs- und Drehratensensoren, so wie sie auch in jedem modernen Smartphone vorhanden sind, und die werden dann eben aufgenommen und via Bluetooth beispielsweise in unserem Fall an ein Laptop übertragen." Das System kann in Großbuchstaben geschriebene ganze Sätze erkennen und verfügt derzeit über ein Vokabular von 8.000 Wörtern. Ähnlich wie bei Worterkennungsprogrammen ändern sich während der Handbewegungen die Worte, bis das richtige erkannt wurde. "Also der Vorteil von dem System ist, dass man eben Texte eingeben kann, ohne dass man solche kleinen Tastaturen bedienen muss, wie man sie ja heutzutage halt beim Smartphone in erster Linie hat. Vielen Leuten ist das ein bisschen zu klein und wir haben uns da eben überlegt, ob man nicht Sprache durch Gestik erkennen kann." Bei einem Anfänger liegt die Fehlerquote beim Erkennen der in die Luft geschriebenen Wörter bei rund 11 Prozent, die aber durch Anpassung an den jeweiligen Nutzer auf drei Prozent reduziert werden kann. "Ja, die Aufnahme der Bewegungssignale mit dem Handschuh ist jetzt technisch relativ einfach und die Hauptarbeit für uns war jetzt allerdings, ein Verfahren zu finden, wie man aus den Signalen auch wirklich dann die geschriebene Schrift extrahieren kann." Das Preisgeld des mit der Erfindung gewonnenen "Google Faculty Research Awards" will das Team in die weitere Verbesserung des Systems investieren, wie etwa in eine Verkleinerung der Technik und einen höheren Tragekomfort. Zudem sucht es noch nach Partnern aus der Wirtschaft, um den Handschuh auf den Markt zu bringen. ORT: KARLSRUHE (DEUTSCHLAND) Schließen

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