Angst vor Diebstahl: Wie unsicher Daten in der "Cloud" sind

24. Januar 2013, 09:46 Uhr

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben Firmen uns das sogenannte „Cloud Computing“ als die Lösung angepriesen. Inzwischen ist es auch unter normalen Nutzern üblich, Fotos oder Dokumente auf die Server von Dritten auszulagern. Doch wie sicher ist das tatsächlich?

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Auf solchen Servern sind sie weltweit verteilt: die Daten über unsere Freunde, unsere Fotos, Musikdateien und Geschäftsdaten. mehr...

Die so genannte Cloud speichert die Informationen dezentral, so dass man von überall aus Zugriff hat. Aber die Sicherheit der Daten bereitet zunehmend Sorgen. Das Europaparlament warnte unlängst in einer Studie zur Cyber-Kriminalität vor den Gefahren für die Privatsphäre in der Cloud.

O-Ton: Siki Giunta, Cloud-Expertin CSC:

"Ich glaube wir sind nun über den Moment der Anfangseuphorie hinausgekommen, wo es jeder nutzen wollte. Die Cloud und soziale Medien haben den Vorteil, dass sie die Welt verbinden. Aber sie haben auch die Schattenseite, dass man sich auch mit Dingen verbindet, die man eigentlich nicht will."

Denn die Sorglosigkeit, mit der viele ihre Daten in die "Wolke" geben, ist geradezu eine Einladung für Kriminelle. Auch Wirtschaftsspione versuchen vermehrt, in der Cloud an lukrative Unternehmensdaten zu kommen.

O-Ton: Siki Giunta, Cloud-Expertin CSC:

“Ich glaube, wir können heute einfach nicht mehr auf die Cloud und soziale Medien verzichten. Wir wären isoliert und von der Welt abgeschnitten. Es ist nunmal für viele ebenso wichtig geworden wie das physische soziale Umfeld."

Internet-Nutzer ebenso wie Unternehmen sollten deshalb die Angebote von Cloud-Diensten genau überprüfen. Wo stehen die Server, wer hat darauf Zugriff und welcher Rechtsprechung unterstehen sie? Denn die Zeit der bloßen Sorglosigkeit gegenüber den Möglichkeiten der Daten-Wolke ist bei aller Euphorie erst einmal vorbei. Schließen