Fotograf Joel Sternfeld bleibt lieber hinter der Kamera

9. November 2012, 18:16 Uhr

Bei der Vorstellung seiner Retrospektive im Postfuhramt in Berlin erklärt Sternfeld, dass er nächstes Jahr wieder auf Reisen gehen wolle– und das möglichst unerkannt.

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Bilder wie dieses sind typisch für Joel Sternfeld. Der Fotograf selber ist allerdings kamera- und fotoscheu. mehr...

Deshalb müssen auch alle Kameras ausgeschaltet werden. Bei der Vorstellung seiner Retrospektive im Postfuhramt in Berlin erklärt er, dass er nächstes Jahr wieder auf Reisen gehen wolle– und das möglichst unerkannt. Ob das für seine Reisen quer durch den amerikanischen Alltag tatsächlich erforderlich ist, bleibt fraglich. Seine wahre Liebe ist aber eine ganz andere.

O-Ton Joel Sternfeld – Fotograf: „Vor vier Jahren habe ich geheiratet. Und ich habe einen dreieinhalb jährigen Sohn, aber davor, war ich in dieses Feld verliebt. Meine Frau und ich sind an dieser Wiese vorbeigefahren, das eigentlich nur ein Getreide- und Kartoffelfeld ist in Massachusetts. Und wir haben gelacht und gefragt, wie ist diese Liebe zu diesem Feld entstanden? - Ich weiß es nicht.“

Der New Yorker hat Ende der 1970er Jahre wieder auf Farbe bei Kunstfotos gesetzt. Während viele seiner Kollegen auf Schwarz-weiß gesetzt haben, ist er auf den Farbtupfer er besonders stolz. Die Fotografien sind noch bis 13. Januar im Berliner Postfuhramt zu sehen. Schließen