5. April 2013, 19:13 Uhr

Kellerkinder der Popularität beraten in Paris

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück besuchte am Freitag Frankreichs Präsident Hollande im Elysee-Palast. Beide Politiker befinden sich derzeit im Umfragetief.

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Das Video im Wortlaut: Francois Hollandes Umfragewerte kannten in den vergangenen Monaten vorwiegend eine Richtung: nach unten. Mehr...

Laut jüngsten Erhebungen vertrauen nur noch 27 Prozent der Franzosen ihrem sozialistischen Präsidenten. Ähnliche Werte verzeichnet auch der Gast, der Hollande am Freitag in Paris besuchte: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Laut ARD-Deutschlandtrend würden derzeit nur noch 25 Prozent der Wähler ihm dem Vorzug vor Amtsinhaberin Angela Merkel geben. Die Kellerkinder der Popularität berieten bei ihrem Treffen aber offenbar nicht über Strategien aus dem Umfragetief. Steinbrück sprach von einem freundschaftlichen Treffen und warb um mehr Verständnis für Hollande. O-ton Steinbrück ("Die teilweise auch aus Deutschland wahrzunehmende Kritik hebt völlig davon ab, dass sein Vorgänger, Herr Sarkozy, trotz des großen Aplombs, mit dem er ins Amt gekommen ist, und sein Vorgänger wiederum, Herr Chirac, vieles von dem zu verantworten hat, was Frankreich im Moment an Herausforderungen zu bewältigen hat. Und dass man von einem französischen Staatspräsidenten nicht erwarten kann, dass er in zehn Monaten das revidiert, das an Strukturveränderungen herbeiführt, was über die zehn Jahre seiner Vorgänger, streng genommen sind es 15 Jahre, wenn ich die doppelte Amtszeit von Herrn Chirac mit einbeziehen darf, was die nicht zustande gebracht haben.") In Bezug auf Europa sähen beide sehr kritisch, dass eine rigide Konsolidierung ohne Wachstumsimpulse für viele Länder in einen Teufelskreis von wirtschaftlichen Einbußen, hoher Arbeitslosigkeit und geringeren Steuereinnahmen führen könne, sagte Steinbrück. Hollande steht angesichts der Rezession und einer Arbeitslosigkeit nahe der Rekordhöhe unter großem Druck. Sein Ansehen ist so tief gesunken wie noch bei keinem französischen Staatschef nach so kurzer Zeit im Amt. Hinzu kommt eine Affäre um ein geheimes Auslandskonto, das sein inzwischen entlassener Haushaltsminister Jerome Cahuzac verschwiegen hatte. ORT: PARIS (FRANKREICH) Schließen

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