23. Juni 2009, 10:51 Uhr

Westerwelle sieht sich im falschen Film

Guido Westerwelle hat keine Lust auf "B-Movies": Der FDP-Chef kritisiert die geplanten TV-Duelle im Wahlkampf. Es könne nicht sein, dass Kanzlerin Merkel und Herausforderer Steinmeier allein miteinander diskutieren dürften, sagte er bei einer Veranstaltung von Gruner + Jahr. Die ARD reagierte bereits.

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hat die geplanten TV-Duelle vor der Bundestagswahl kritisiert. Dass die Kandidaten der Opposition sich in einem "B-Movie" getrennt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier duellieren müssten, sei ein "Witz" und zeuge von einem "lustigen Demokratieverständnis" bei den Fernsehsendern, sagte Westerwelle beim "Baumwallgespräch" mit stern-Chefredakteur Andreas Petzold im Verlagshaus Gruner + Jahr.

Die ARD reagierte prompt. Chefredakteur Thomas Baumann betonte, man habe die Spitzenkandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien zu der 75 Minuten langen Gesprächssendung "Die Favoriten" eingeladen (21. September, 21.00 Uhr). Dort werde es den direkten Schlagabtausch von Regierungs- und Oppositionsparteien geben. "Selbstverständlich freuen wir uns auf Guido Westerwelle als Gast, der dort Gelegenheit hat, sich zu den zentralen Wahlthemen seiner Partei zu äußern." Darüber hinaus planen die Sender vor der Bundestagswahl am 27. September wie von Westerwelle auf die Schippe genommen auch ein "kleines Fernsehduell" mit den Spitzenkandidaten von FDP, Grünen und Linke (14. September) sowie das "große Duell" mit Merkel und Steinmeier, das terminlich noch offen ist.

Sehen Sie die Zusammenfassung des Gesprächs als Video:

 
 
KOMMENTARE (10 von 26)
 
endbenutzer (24.06.2009, 08:04 Uhr)
Westerwelle ist...
...grundsätzlich immer im falschen Film.
gmathol (24.06.2009, 00:09 Uhr)
Lieber Westerwelle...
...als den kaltherzigen Voelkermoerder Steinmeier! Steuersenkungen muessen her und koennen durch die sofortige Beendigung des Hindukusch-Unsinns gegenfinanziert werden.
Deutschland braucht wieder klaren Verstand und nicht ami-vernebelte Mordkonzepte.
@Stern Admin - Wir wissen woher die Kommentierungsverbote kommen (Tel-Aviv und Washington D.C.).
tobix (23.06.2009, 23:28 Uhr)
@butcher99
Dass wir den Bundeskanzler nicht direkt wählen ist mir auch klar.
.
Aber irgendwie macht es doch schon einen Unterschied, welche Partei in welcher Diskussionsrunde dabei ist. Westerwelle beklagt sich ja nicht, dass ihn die falsche Person bei der Diskussionrunde CDU/SPD vertritt - sondern dass da keiner von der FDP dabei ist.
BrunoK (23.06.2009, 23:15 Uhr)
Guidomobil
Was regt der sich auf ? Wer seine "Karriere" auf RTL im Container und mit einem, seinem "Guidomobil" beginnt, braucht sich nicht zu beschweren das er nicht in der ersten Reihe sitzt.
Weiter unten war es zu lesen, Demokratie ist keine Persönlichkeitswahl.
.
Herr Westerwelle gehört zu dem Schlag der selbstverliebten Politiker. Da dreht sich alles nur um das eigene Ego.
Werden wir noch zu spüren bekommen, trotz "B"-Movie.
Traurigerweise.
.
Die Demokratie ist ein zartes Pflänzlein, was durch solche Opportunisten eines Schlages Westerwelle zertreten wird.
Bienban (23.06.2009, 21:44 Uhr)
Pausenclown
Keiner will mit "Klein-Guido" spielen, da sind wir aber traurig, daß die "Freiheitstatue Deutschlands" nicht die "ganz" große Bühne bekommt.
DasBertl (23.06.2009, 21:04 Uhr)
Ja, er ist...
im falschen Film, nämlich als Darsteller des aussichtsreichsten Kandidaten für den Außenministerposten... glatte Fehlbesetzung...
Der Spaßmacher oder Clown&Schuh während passende Rollen
StefanT. (23.06.2009, 20:43 Uhr)
Recht hat er
Ich frage mich ehr was bei aktuellen Umfragewerten die SPD dort zu suchen hat, der Abstand zu den weiteren kleinen Parteien ist viel zu gering um eine solche Bevorzugung zu rechtfertigen. Das sah beim Wahlkampf "Merkel vs. Schröder" noch ganz anders aus.
Bebuquin (23.06.2009, 20:34 Uhr)
Steuersenkungen kann...
... er doch auch in einem Einspielsfilm beim großen TV-Duell fordern. (Oder hat er neuerdings auch noch andere Antworten auf wichtige Fragen?)
Johann58 (23.06.2009, 19:27 Uhr)
Rededuelle im Fernsehen
vielleicht sollte sich un ser Guido mal ueberlegen gegen wen er antritt! Natuerlich wuenscht er sich, dasss ein gegener die SPD oder vielleicht sogar die CDU/CSU ist. In Wirklichkeit tritt er aber an sich als 3. politische Kraft gegen Gruene und Linke wieder zu finden. Bei einer Runde mit diesen kann er sich profilieren oder auch nicht. Ansonsten gilt dann gleiches Recht fuer alle was bedeuten wuerde, dass alle Partein in einer unde antreten sollten. Das wird ein Spass! Das momentane Umfragehoch der FDP ist ja nicht das Verdienst der FDP, es ist ja dieoffensichtliche Schwaeche der anderen Parteien, im Wesentlichen wohl der CDU/CSU. mLafontaine und Gysi haetten somit wohl das Recht in direkter Konfrontation mit der SPD in einem Fersehduell anzutreten, denn die Waehler der 'Linken' sind wohl in erster Linie frustrierte SPD'ler.
gesox (23.06.2009, 19:09 Uhr)
Wenn man drei Nullen addiert...
...kommt auch nur Null heraus. Insofern spielt es keine Rolle, ob Westerwelle bei einem so überaus überflüssigen Laberduell mitfaseln und sich künstlich aufregen darf oder lieber zuhause ein Bier trinkt.
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