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8. August 2009, 09:48 Uhr

Schmidt darf ins Wahlkampf-Team

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier holt Ulla Schmidt in sein Wahlkampf-Team. Der Bundesrechnungshof hatte der Ministerin bescheinigt, ihren Dienstwagen in Spanien korrekt genutzt zu haben. Die Trennung dienstlicher und privater Fahrten ist demnach erfolgt.

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Kann aufatmen: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD)© Thomas Peter/Reuters

Der Bundesrechnungshof hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wegen ihrer Fahrten mit dem Dienstwagen im Spanien- Urlaub entlastet. Dies teilte die SPD-Politikerin am Samstag in Berlin mit. "Das Ergebnis ist eindeutig: Es ist kein Schaden für die Bundesrepublik entstanden. Die Trennung dienstlicher und privater Fahrten ist korrekt erfolgt", hieß es in Schmidts Erklärung.

SPD-Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier will aufgrund des Freispruchs, Schmidt in sein Kompetenzteam aufnehmen. "Das vorliegende Ergebnis ist klar und eindeutig und damit ist Ulla Schmidt Teil meines Teams", sagte Steinmeier laut einer Pressemitteilung. Schmidt habe als Gesundheitsministerin gegenüber mächtigen Interessengruppen Standhaftigkeit bewiesen. §Gerade jetzt zeigen sich in der Krankenversicherung die Erfolge ihrer Politik", betonte Steinmeier.

Schmidt will Verhalten ändern

Schmidt räumte in einer Stellungnahme jedoch auch Fehler ein: Sie habe erfahren müssen, dass die Anwendung der Vorschriften nicht vor Angriffen schütze, auch wenn man sie einhalte, sagte die SPD-Politikerin. "Ich bedauere, dass zunächst der Eindruck entstanden ist, die Vorschriften zur Verwendung von Dienstwagen würden nicht korrekt angewendet. Ich verstehe gut, dass dieser Eindruck bei den Bürgerinnen und Bürgern zu Verärgerung und Zweifeln geführt hat."

Zukünftig werde sie daher Urlaub und dienstliche Termine strikt voneinander trennen, "damit auch nicht der Anschein entsteht, als würde dienstliche und private Nutzung vermischt", versprach Schmidt. Sie dankte dem Bundesrechnungshof für die zügige Prüfung.

Urlaub in Spanien

Schmidt hat ihren Dienstwagen in ihren spanischen Urlaubsort nachkommen lassen und sich dort von ihrem Chauffeur fahren lassen. Sie begründete dies mit dienstlichen Terminen, Privatfahrten habe sie mit einem Leihwagen unternommen. Wegen des Wirbels um ihr Verhalten verzichtete sie bis zur Klärung des Sachverhalts durch den Bundesrechnungshof auf ihren Platz im Wahlkampfteam von SPD- Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Insgesamt nutzten in den vergangenen 18 Monaten sieben weitere Bundesminister ihren Dienstwagen im Urlaub oder für die An- und Abreise zum Urlaubsort.

AP/DPA/msg
 
 
KOMMENTARE (10 von 67)
 
jomimo (08.08.2009, 22:39 Uhr)
Die Linke
wählen, SPD ist leider verstorben.
jomimo (08.08.2009, 22:36 Uhr)
@Stern Admin
wo ist mein Beitrag von vor ca. 45 Min.?
Johann58 (08.08.2009, 21:52 Uhr)
@oppenwehe
Ich wuerde nie erwarten, dass sich irgendjemand fuer irgendetwas entschuldigt, da die Mehrzahl der Kommentare nicht von sachlicher Kriitiuk gepraegt sind sondern unter dem Schutz der Anonymitaet einfach Frustbewaeltigung gemacht werden kann. Es geht nicht darum, ob Frau Schmidt ihren Dienstwagen nicht Bestimmungsgemaess benutz hat sondern es geht darum, dass man sich seinen ganze Frust ueber die oft nicht nachvollziehbaren Entscheidungen von Ulla Schmidt von der Selle schreiben kann. Frueher hat man das mal Stellvertreterkrieg oder Nebenkriegsschauplatz genannt. Ich denke zwar, dass es andere erheblich kostenguenstigere Moeglichkeiten fuer einen offiziellen Termin in Spanien gegeben haette aber die Aufregung ist einfach sollerlochmaessig uebertrieben.
@sternchen2020
lass es mich so sagen, wenn alle Minister von der CDU/CSU nicht vergleichbare 'moralische Verfehlungen' begangen haben, dann ist die Kirikt OK ansonsten ist es lediglich eine parteipolitische Einschaetzung.
ganzbaf (08.08.2009, 21:50 Uhr)
Jüdisch Bolschewistische Kommunistin wäre schön...

leider ist die Trulle aber ´ne Pharmakriecherin aus der rechte Seeheimecke.
Margrit1 (08.08.2009, 21:15 Uhr)
ja - sehr unklar
oppenwehe (8.8.2009, 19:47 Uhr)
zu Ihrem Artikel möchte ich nur sagen, dass ich nicht weiß, was der Bundesr.-Hof sich dabeig edacht hat. Ich habe bereits eine Mail-Anfrage gemacht.
Margrit1 (08.08.2009, 21:13 Uhr)
Mein Gott Walter
wie dämlich ist denn Steinmeier?
Die SPD braucht doch gar nicht mehr antreten zur Wahl.
Mit diesr dummdreisten Kommunistin Schmidt hat sie doch heute schon verloren
Mein Gott, wie kann man sich denn selbst so zerstören.
Hat schon Merkel in der großen Koalition die SPD in gorßen Teilen zerlegt, besorgen sie jetzt selbst noch den Rest.
Haben die nur noch Blöde in der Partei? So ist es, wenn Gutmenschentum zu Untergang führt.
umjo (08.08.2009, 20:38 Uhr)
Hallooo???
Was, bitte, ist an der Sache unmoralisch (die rechtliche Seite ist ja nun wohl umfassend geklärt!)??
Wie viele hunderttausende Handelsvertreter, Geschäftsführer und ähnliche Chargen haben einen Dienstwagen, den sie auch privat nutzen dürfen (selbstverständlich gegen Abfuhr des geldwerten Vorteils an den Staat)??
Diese ganze Diskussion ist verlogen und geprägt von ideologischen Standpunkten!
Und es komme mir jetzt keiner mit dem moralischen Zeigefinger, und behaupte, der Dame Schmidt habe zumindest das 'Fingerspitzengefühl gefehlt'.
Dieses -zugegebenermaßen sehr sensible Gefühl- fehlt ganz sicher auch dem ein oder anderen (auf dem ein oder anderen Gebiet), der hier meint, sich in der Dienstwagen-Frage Schmidt meinungsbildend äschoffieren zu müssen...
...Persönliche Erfahrung im täglichen Umgang - Leider!!
Schnaafpaaf (08.08.2009, 20:12 Uhr)
Nochmal: Wie erschreckend dreist und dämlich
ist eigentlich diese Frau und wie blauaäugig dumm ist Steinmeier?
Schurke (08.08.2009, 20:05 Uhr)
Arme SPD
Mal abwarten, was vor der Wahl noch so alles an Tageslicht kommt. Meine Vermutung: Steinmeier und seine Leichtmatrosen gehen baden, Gutenberg wird Aussenminister und Westerwelle Innenminister, Schneider macht´s möglich :).
oppenwehe (08.08.2009, 19:50 Uhr)
@ Preussin
Und was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun?
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