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Umfragen zu den Wahlen 2009

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5. August 2009, 07:52 Uhr

Schmidt sorgt für neues SPD-Debakel

Wie tief geht's noch runter? Nach der aktuellen Umfrage des stern liegt die SPD bei 20 Prozent - Ulla Schmidts Dienstwagen-Affäre hat viel Zustimmung gekostet. Obendrein lässt Steinmeiers Kompetenzteam die Bürger kalt. Kaum jemand glaubt, dass das Schattenkabinett die Wende bringt.

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Nach den Umfragewerten keine Volkspartei mehr: Frank-Walter Steinmeiers SPD© Ina Fassbender/Reuters

Nach der Dienstwagenaffäre von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sind die Sozialdemokraten in der Gunst der Wähler auf ihren schlechtesten Wert in diesem Jahr gestürzt. In der wöchentlichen Umfrage im Auftrag von stern und RTL sackten sie im Vergleich zur Vorwoche um 3 Prozentpunkte auf nur noch 20 Prozent. So schlecht schnitt die Partei in der stern-Umfrage zuletzt im August 2008 ab, kurz vor dem Sturz von Parteichef Kurt Beck.

Zugleich vergrößerte sich der Rückstand der SPD zur Union: Zwar fielen CDU/CSU um 1 Prozentpunkt auf 37 Prozent. Doch mit nunmehr 17 Punkten ist der Abstand zwischen den beiden Volksparteien so groß wie noch nie in diesem Jahr.

Die kleinen Parteien profitierten von den Verlusten der großen: Die FDP stieg um 1 Punkt auf 14 Prozent. Auch die Grünen gewannen 1 Punkt, sie kletterten auf 13 Prozent. Die Linke verbesserte sich um 2 Punkte auf 11 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden wie in den Wochen zuvor 5 Prozent der Wähler stimmen.

Der Vorsprung von Union und FDP ist trotz der Verschiebungen unverändert geblieben: Gemeinsam kommen sie erneut auf 51 Prozent und liegen damit zum zweiten Mal in Folge 7 Punkte vor SPD, Grünen und Linkspartei (zusammen 44 Prozent).

Schuld am Umfrage-Desaster der SPD ist die vergangene Woche diskutierte Frage, ob es korrekt war, dass Ulla Schmidt ihren Dienstwagen samt Chauffeur in ihren Spanienurlaub mitnahm. Auf dem Höhepunkt der Affäre, am vergangenen Mittwoch, erreichte die SPD im Tageswert sogar nur eine Zustimmung von 16 Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte stern.de: "Die Affäre hat alles aufgewühlt, was an Vorbehalten gegenüber der SPD schon da war: Unfähigkeit, weit weg von den Leuten, selbst die Gesundheitsreform war plötzlich wieder ein Thema und wurde negativ gesehen. Was wir bei solchen Irritationen verzeichnen, ist eine Wählerwanderung: Menschen, die eigentlich gewillt sind, SPD zu wählen, wechseln ins Lager der Unentschlossenen."

Dass SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier schließlich entschied, die Gesundheitsministerin vorerst nicht in sein Kompetenzteam aufzunehmen, halten knapp zwei Drittel der Deutschen (65 Prozent) für richtig. In das Team selbst setzen sie allerdings nur geringe Hoffnungen: Lediglich 14 Prozent der Bürger glauben, dass die SPD mit diesem Schattenkabinett aus ihrem Tief kommt.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 33/2009

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