. .

Umfragen zu den Wahlen 2009

Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
16. September 2009, 10:45 Uhr

FDP Gewinner der Wirtschaftskrise

Im Auftrag des stern hat das Kölner Rheingold-Institut eine psychologische Studie zur Wirtschaftskrise erstellt und einen Gewinner ermittelt - die FDP. Auch Angela Merkel wird die Ergebnisse aufmerksam verfolgen.

FDP, Wirtschaftskrise, Wahl

Große Gewinner der Krise: FDP-Chef Guido Westerwelle und seine Partei© Philipp Guelland/DDP

Die FDP ist nach einer psychologischen Studie zu den Wahlmotiven der Deutschen der große Gewinner der Wirtschaftskrise. Wie der stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, kommt das Kölner Rheingold-Institut zu dem Ergebnis, dass die Liberalen als "sympathisches Projektionsfeld für eigene Wünsche" empfunden werden. Parteichef Guido Westerwelle selbst habe "buchstäblich einen Dämpfungsprozess durchlaufen". Er komme auch bei unzufriedenen Sozialdemokraten gut an. "Zuwächse wird vor allem die FDP erzielen", erwartet daher Rheingold-Geschäftsführer Stephan Grünewald. Allerdings gebe es auch angesichts der Krise eine geheime Sehnsucht nach dem Fortbestand der Großen Koalition.

In Kooperation mit dem stern führte das Institut intensive Interviews mit Wahlberechtigten. 40 Wähler wurden jeweils zwei Stunden befragt. Die Stichprobengröße reicht nach Angaben von Rheingold aus, um alle psychologisch relevanten Strömungen und Beweggründe zu repräsentieren. Bereits vor der Bundestagswahl 2005 hatte das Institut mit seinen tiefenpsychologischen Interviews die Stimmung der Wähler erkundet und eine Pattsituation vorhergesagt - womit es besser lag als die klassischen Meinungsforschungsinstitute.

Aus Sicht der Psychologen gibt es zwei grundverschiedene Reaktionen der Bürger auf die Krise: Der eine Teil verdrängt die Probleme oder lässt sie nur abgedämpft an sich heran. Der andere setzt dagegen auf Aktivität, um dem Gefühl der Ohnmacht zu entgehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel gelinge es angesichts dieser Stimmung, als "Schutzengel" wahrgenommen zu werden, der gedämpfte Zuversicht verbreite. Die SPD habe es dagegen ungleich schwerer. "Die Partei reibt sich zwischen Dämpfung und Aktivierung auf", sagte Grünewald dem stern.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 39/2009

Lesen Sie mehr im neuen stern

Lesen Sie mehr im neuen stern

 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
Aquarius2 (16.09.2009, 19:11 Uhr)
Warum bitte FDP ?
Wieviel Mitglieder hat diese Partei?
Darf man damit Einfluss in ganz Deutschland beanspruchen?
raptor-xl (16.09.2009, 19:08 Uhr)
@kabelmann
es gibt keine version der sozialen marktwirtschaft von der fdp oder eine der cdu oder eine spd. es gibt nur eine. aber die wird von allen anderen parteien leider mißachtet. weil der wähler dumm ist und alle kompentenzen an den staat gibt. dazu noch mehr als die hälfte seines verdienstes und dann im glauben ist, alles ist vollkasko.
aber das ist blöde, denn mittlerweile haben viele beschlossen, schon mit 30 vollkasko zu leben und dafür gibt es immer weniger dumme, die arbeiten gehen. und denen nimmt man dann im alter die würde, die rente und den stolz, weil es plötzlich nur noch ne einheitsrente gibt. und wenn wir so weitermachen, dann werden viele nicht mal im renten alter sein, wenn der zeitpunkt der verarmung kommt, denn es ändert keiner was!!! sozialstaat ja, aber eben für kranke, gebrechliche, alte und menschen in einer notsutuation... so war es gedacht. wie kann es da angehen, dass manche menschen hier seit generationen in einer angeblichen notsituation befinden??? ich kenne keine persönlichkeitskrisen in dieser länge! sie etwa???
raptor-xl (16.09.2009, 19:03 Uhr)
@ganzbaf
natürlich liegt dieses land auf dem niveau von rumänien, natürlich hat kohl und die fdp die krise damals vor 20 jahren geplant und natürlich gab es ominöse attentäter im tunnel als lady di starb... das alles passiert genauso jeden tag in ihrem kopf. und sie haben nur einen, dem sie all dieses brisante wissen anvertrauen können: dem forum im stern.
AlexMW (16.09.2009, 17:07 Uhr)
Verständlich
Es ist klar, daß die FDP von der Lage profitiert - sie hat als einzige Partei seit einiger Zeit vernünftige nachvollziehbare Aussagen und Vorschläge gemacht und versucht im Gegensatz zu den anderen Parteien nicht, uns alle wie kleine Kinder zu erziehen.
Administrator (16.09.2009, 14:59 Uhr)
@Erstrecht
Ihr Kommentar von 12:18 Uhr wurde gelöscht. Sie können gern Kritik üben, aber sachlich.
ganzbaf (16.09.2009, 12:40 Uhr)
Die FDP ist Hauptschuldig...

an der Finanzkrise. Schon unter Kohl wurden die Weichen gestellt; für die Privatisierung von Gewinnen und Verstaatlichung von Verlusten.
Aber der Wähler ist leider seehr, sehr vergesslich... ;-S
kabelmann (16.09.2009, 12:37 Uhr)
@raptor-xl
Dann sollten sie aber auch aufhören, die Definition der sozialen Marktwirtschaft aus dem FDP Handbuch abzuschreiben. Denn die stimmt sicherlich nicht. Aber okay, von ihnen hab ich nichts anderes erwartet, als dass sie die ewige Propaganda der Neoliberalen 1:1 herunterzitieren, ohne sich selbst Gedanken zu machen
ganzbaf (16.09.2009, 12:37 Uhr)
Komisch...

dass wir dann im EU-Ranking nur knapp vor Moldavien und Rumänien rangieren;-?
raptor-xl (16.09.2009, 12:29 Uhr)
@erstrecht
eine meinung haben ist gut, sie aus einem agitationshandbuch der sozialistischen einhetspartei abzuschreiben ist blöde. vielleicht sollten sie mal das programm der fdp lesen und konkret herausstellen, was sie daran nicht mögen. ihre polemik zu sachfragen ,die weder mit der fdp selbst, mit deren aussagen, ihren inhalten und vorstellungen deckt, ist einfach dumpf billig. der kern des programmes ist: die rettung und wiedereinführung der sozialen marktwirtschaft. wenn sie nur den fünfjahrplan kennen sollten, dann erkundigen sie sich bitte auch über diesen punkt vorher. kleiner tipp: die soziale marktwirtschaft hat es ermöglicht, dass die bürger dieses landes heute den höchsten lebensstandard haben, der je auf diesem boden erreicht wurde und hat es vermocht, dass im internationalen vergleich wir nicht nur ein sehr erfolgreiches industrie- und dienstleistungsland sin, sondern zudem noch über das mit am höchsten ausgebaute sozialsystem der welt besitzen. ___und wenn sie sich nun heute etwas benachteiligt oder ungerecht empfinden, so mag es auch dafür eigene, persönliche gründe geben. alles kann man der regierung nun nicht anlasten!!! man muss schon selbst was tun!!! und von nichts, kommt nichts...



raptor-xl (16.09.2009, 12:11 Uhr)
trotz der pisastudien...
...es gibt menschen in diesem land, die können denken und wissen, man muss erst etwas erarbeiten, dann verteilen. und wer nie etwas erbringt, kann nie den anspruch auf vollkasko haben. es freut mich für die fdp, da selbst die cdu stillsteht und alle anderen sich in ideologischen geldvergabeplänen verstricken, obwohl die kassen leer sind! wieter so, klärt auf, macht dampf, bringt reformen!!!
MEHR ZUM ARTIKEL
Koalitionsvertrag Schwarz-Gelb in Sachsen perfekt

Das ging schnell: Nur zwei Wochen nach der Landtagswahl haben sich CDU und FDP auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung verständigt. Der Koalitionsvertrag soll am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dann dürften auch die letzten Personalfragen geklärt sein. mehr...