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17. Dezember 2009, 15:30 Uhr

Ausbildungsmarkt leidet unter der Krise

Das Forschungs- und Bildungsministerium findet das Angebot an Lehrstellen in diesem Krisenjahr "beachtlich". Dennoch gab es 2009 mehr als 50.000 Ausbildungsplätze weniger als vor der Rezession. Vom Rückgang betroffen sind vor allem Bundesländer im Norden und Osten.

Lehrstellen, weniger Verträge, Rezession, 50.000 weniger Lehrstellen

Ausbildung in technischen Berufen in Chemnitz: Insgesamt wurden in diesem Jahr 50.000 Lehrstellen weniger angeboten© Wolfgang Thieme/DPA

Die Rezession hinterlässt deutliche Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Im Jahr 2009 wurden lediglich 566.004 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, das sind rund 50.300 Verträge weniger als im Vorjahr. Dies zeigt eine neue Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die am Donnerstag bekannt wurde. Der Rückgang traf den Osten einschließlich Berlin härter als den Westen: In den neuen Ländern betrug das Minus 13 Prozent, in den alten nur 7,1 Prozent.

Die stärksten Einbrüche bei der Zahl der Ausbildungsverträge gab es in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Vergleichsweise glimpflich kamen hingegen das Saarland, Schleswig-Holstein sowie Bremen und Niedersachsen weg. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Helge Braun, erklärte, für 100 Schulabgänger hätten dieses Jahr rechnerisch 65 Ausbildungsverträge zur Verfügung gestanden. Dies sei angesichts der schwierigen Wirtschaftslage "ein beachtliches Ergebnis".

Braun verwies zugleich darauf, dass allerdings auch die Zahl der interessierten Jugendlichen wegen der sinkenden Schülerzahl stark sinke. "Schon jetzt herrscht in einigen Regionen Bewerbermangel, Betriebe können ihre Ausbildungsangebote nicht besetzen", sagte er.

APD
 
 
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