Das SPD-Präsidium hat am Montag vorgeschlagen, Altersteilzeit auch über das Jahr 2009 hinaus zu fördern. Die Empörung in Teilen der CDU ist groß. Doch um was geht's genau bei der Altersteilzeit? Von Lisa Louis

In der Altersteilzeit brauchen ältere Arbeitnehmer nur noch halbtags zu arbeiten, beziehen aber 70 Prozent ihres Gehalts© Matthias Rietschel/AP
Der Vorstoß spaltet Arbeitgeber und Gewerkschaften, aber auch die Union. Am Montag hat das SPD-Präsidium einen Plan beschlossen, der vorsieht, die von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gefördete Altersteilzeitregelung über das Jahr 2009 hinaus fortzusetzen. "Für einen überschaubaren Zeitraum ist es arbeitsmarktpolitisch sinnvoll, die Förderung von Altersteilzeit durch die BA fortzuführen", lautet der Kernsatz der Erklärung. Ab dem Jahr 2010 solle der frühestmögliche Zugang zur Altersteilzeit jedoch erst mit dem vollendeten 57. Lebensjahr möglich sein, heißt es. Die Genossen argumentieren, mit diesem Schritt könne sichergestellt werden, dass der Einstieg für junge Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erleichtert wird.
Die SPD weiß die Gewerkschaften hinter sich, ein Teil der CDU jedoch ist hellauf empört. Führende Unionspolitiker warnen sogar vor einem "Bruch des Koalitionsvertrages".
Aber wie funktioniert das Altersteilzeitmodell genau? Wer wird wie lange in welcher Höhe gefördert? Und worüber wird zurzeit diskutiert? Hier werden die wichtigsten Fragen zu dem Thema beantwortet.