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7. Mai 2008, 15:22 Uhr

Einsteigen mit besten Aussichten

In den nächsten Monaten steht für knapp eine Million Schulabgänger die Berufswelt offen. Nach Jahren der Massenentlassungen und Einstellungsstopps profitiert nun auch der Nachwuchs von der Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. Die "Job-Ampel" des stern" zeigt für die beliebtesten Studienfächer, wie begehrt die Absolventen künftig sein werden - eine wichtige Orientierungshilfe für den Karrierestart. Von Silke Gronwald

Ingenieure, Mediziner, Informatiker, Mathematiker, Maschinenbauer haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt© Colourbox

Knapp eine Million Schulabgänger bekommen in den nächsten Monaten ihr Abschlusszeugnis in die Hand gedrückt. Sie müssen eine Entscheidung treffen, die den Verlauf der kommenden Jahre bestimmt und die Folgen für den Rest ihres Lebens haben wird.

Nach Jahren der Massenentlassungen und Einstellungsstopps profitiert nun auch der Nachwuchs von der Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. Und nicht nur die "Galopper des Jahres", also die Jahrgangsbesten, haben eine Chance auf einen guten Start. Selbst die Sorgenkinder, Tausende von Altbewerbern, die seit Jahren, einer riesigen Bugwelle gleich, über den Arbeitsmarkt geschoben werden, sind gefragt.

Die Aussichten sind so gut wie selten

Ingenieure, Mediziner, Informatiker, Mathematiker, Maschinenbauer haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der stern hat in Zusammenarbeit mit dem Berufsforscher Michael Weegen von der Universität Duisburg-Essen und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Situation für Jobeinsteiger analysiert. Die "Job-Ampel" zeigt für die 27 beliebtesten Studienfächer, wie begehrt die Absolventen im Jahr 2014 sein werden. Für die wichtigsten Studiengänge und die beliebtesten Ausbildungsberufe zeigt eine Farbskala von Grün bis Rot, welche Jobs Zukunft haben und welche eher nicht - eine wichtige Orientierungshilfe für den Karrierestart.

Die gute Nachricht vorweg: "Noch nie stand die "Job-Ampel" bei so vielen Studiengängen auf Grün", sagt Weegen, der seit acht Jahren den Arbeitsmarkt für Akademiker untersucht und exklusiv für den stern die Job-Ampel aufstellt.

Akademiker beinahe vollbeschäftigt

Akademiker studieren derzeit quasi mit Job-Garantie. Ihre Arbeitslosenquote sank im vergangenen Jahr auf 3,5 Prozent in Westdeutschland - was die Statistiker nahezu mit Vollbeschäftigung gleichsetzen. Ähnlich positiv ist die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt. Der langjährige Abwärtstrend ist gebrochen. Die Lücke zwischen offenen Lehrstellen und suchenden Jugendlichen schrumpfte innerhalb eines Jahres von 34.100 auf 10.700. Die Zahl der Ausbildungsverträge lag mit 625.900 im vergangenen Jahr um knapp 50.000 höher als 2006 und erreichte damit das zweithöchste Niveau seit der Wiedervereinigung.

Für Architekten, Biologen und Juristen ist es schwerer

Und trotz schwächerer Konjunktur glaubt Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dass es in diesem Jahr noch besser wird. "Ich bin zuversichtlich, dass wir den Rekordwert von 2007 übertreffen", sagt er und beruft sich auf erste Meldungen aus den Regionen.

Allerdings, auch das zeigt die "Job-Ampel" deutlich, längst nicht alle Studienfächer haben die gleichen Startbedingungen. "Während etwa die Ingenieure von den Unternehmen schon direkt aus den Hörsälen abgeworben werden, müssen Germanisten, Soziologen und Philosophen oft erst eine Nische finden und haben lange Suchzeiten, bis sie einen geeigneten Job gefunden haben." Nach wie vor schwer auf dem Arbeitsmarkt haben es Architekten, Biologen und Juristen. Für sie steht die "Job-Ampel" auf Rot.

Lesen Sie mehr...

Lesen Sie mehr... ... im neuen stern. Darin: Reporterin Silke Gronwald traf für ihre Reportage junge Berufseinsteiger in ganz Deutschland. Selbst die Sorgenkinder des Arbeitsmarktes, Tausende von Altbewerbern, sind wieder begehrt. Gronwald erlebte beim Besuch des "Baucamp 2008" in Bayern, wie die Unternehmen mittlerweile um die Jugendlichen buhlen. Außerdem im Heft: die Zukunftsaussichten der wichtigsten Studiengänge und Ausbildungsberufe.

Von Silke Gronwald
 
 
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