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2. April 2009, 17:28 Uhr

Arbeiter nehmen erneut Manager als Geiseln

Manager in Frankreich leben in Angst und Schrecken, zumindest dann, wenn sie für bedrohte Werke zuständig sind. Neuestes Beispiel für die Wut der Arbeiter: Caterpillar-Angestellte nahmen in Grenoble mehrere Manager als Geiseln. Der Staatspräsident verspricht Hilfe.

Zoom
Caterpillar Frankreich Geiselnahme Grenoble Sarkozy

Gewerkschafter Pierre Piccarreta spricht zu streikenden Caterpillar-Arbeitern in Grenoble. Die nahmen später Manager als Geiseln© Henri Porchier/EPA

Aus Angst und Wut über den drohenden Verlust von Arbeitsplätzen haben Angestellte des Baumaschinen-Unternehmens Caterpillar in Grenoble vier Manager als Geiseln genommen. Ein fünfter sei aus gesundheitlichen Gründen freigelassen worden, berichtete der Sender "France Info" am Mittwoch. Präsident Nicolas Sarkozy kündigte in einem Interview mit dem Sender "Europe 1" an, dass er den Standort des Unternehmens retten wolle.

"Ich werde mich mit den Gewerkschaften zusammensetzen", sagte Sarkozy. "Wir werden sie nicht fallen lassen."

Der US-amerikanische Konzern Caterpillar wird von der Wirtschaftskrise besonders schwer erwischt. Der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller will 20.000 Arbeitsplätze streichen und erwartet für das laufende Jahr einen Umsatzrückgang von bis zu 30 Prozent. In Grenoble stehen 773 Stellen zur Disposition.

In den vergangenen Wochen haben Beschäftigte von bedrohten Unternehmen aus Protest mehrfach ihre Chefs vorübergehend als Geiseln genommen. So setzten in Frankreich auch Beschäftigte eines Werkes von Sony Manager fest.

AP/ben
KOMMENTARE (5 von 5)
 
ganzbaf (03.04.2009, 09:39 Uhr)
Wie geil ist das denn?... (-;

Warum hat sich keiner den Mehdorn oder Ackermann geggriffen?
Hans_Juergen (01.04.2009, 12:57 Uhr)
hungerstreikende
in wolfsburg traten am 27. einige leiharbeiter des vw werks in den hungerstreik. weitere folgten ihnen in den tagen darauf.
dier soziale spannung wächst.
noch ist wahlkampf, noch will die cdufdpmafia beruhigen und wahlgeschenke machen, nach der wahl, wenn sie erstmal für 4 jahre an der macht sind, wird nur noch die wirtschaft und ihre bosse zählen. die (neo)nazis werden versuchen kapital rauszuschlagen und diese krise als eine ausländische darzustellen, was definitiv falsch ist. sie ist eine globale systemkrise, dessen kampf dagegen lokal geführt werden muss.
links zu den hungerstreikenden:
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,616345,00.html
http://de.indymedia.org/2009/03/245807.shtml
MisterBrezeldent (01.04.2009, 12:52 Uhr)
Französische Revolution...
... tja, es ist leider kein Platz für die kleine "Kokarde" an des deutschen Michels Schlafmütze.
endbenutzer (01.04.2009, 11:59 Uhr)
Die Franzmänner...
...wissen halt, wie man sich wehrt.
dagorokko (01.04.2009, 11:40 Uhr)
Allmählich
werden mir die Franzosen immer symphatischer. Nur so zwingt man die Herren Feudalpolitiker Ihre Hintern für das Volk zu bewegen!! Da sollten sich die Herren Gewekschaftler Bsirske und Genossen ein Beispiel nehmen und nicht sich Ihre Urlaube vom Aufsichtsrat bezahlen lassen.
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