. .
News am 16.02.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
27. Dezember 2005, 08:44 Uhr

Datenschützer gegen Telefon-Kontrollen

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, hat massive Bedenken gegen die Regierungspläne zur schärferen Kontrolle von Hartz-IV-Empfängern erhoben. Er sagte, die Verpflichtung zur Teilnahme an Telefonumfragen sei rechtlich fragwürdig.

Hartz.IV-Empfänger sollen sich für Kontrollanrufe aus dem Amt bereithalten© Waltraud Grubitzsch/DPA

"Die angestrebte Verpflichtung zur Teilnahme an Telefonumfragen ist sehr fragwürdig", sagte Schaar der "Berliner Zeitung". "Ich glaube nicht, dass man die Empfänger einer staatlichen Leistung verpflichten kann, ein Telefon zu haben und auch dran zu gehen."

Laut Koalitionsvertrag wollten Union und SPD Empfänger des Arbeitslosengeldes II verpflichten, in Telefonabfragen Auskunft über ihre Lebenssituation zu geben, schreibt die Zeitung. Schaar habe gegen dieses Vorhaben schwere datenschutzrechtliche Einwände. Es sei nicht geklärt, wie ein Anrufer als Mitarbeiter der Behörden identifiziert werden könne. Schaar regte an, statt weiterer Änderungen an den Hartz-Gesetzen die bereits existierenden Regelungen konsequent umzusetzen. So sei gegen Nachforschungen durch Sozialkontrolleure nichts einzuwenden, solange Grundrechte wie die Unverletzlichkeit der Wohnung geachtet würden.

Langzeitarbeitslose unter Generalverdacht

"Insbesondere wenn bei Ungereimtheiten gezielt nachgeforscht wird, geht das in Ordnung", sagte Schaar. Er warnte allerdings davor, Langzeitarbeitslose unter Generalverdacht zu stellen. Auch die Idee der Beweislastumkehr in der Frage eheähnlicher Partnerschaften stößt auf den Widerstand des Datenschützers. Nach den Plänen der Koalition müssten gemeinsam wohnende Leistungsempfänger künftig nachweisen, dass sie nicht in einem eheähnlichen Verhältnis lebten. Gelinge dies nicht, müssten sie Leistungskürzungen hinnehmen. "Das ist vermutlich nicht zu Ende gedacht worden", sagte Schaar. "Wie soll man denn einen solchen Beweis führen, ohne das Intimleben preiszugeben? Das ist nicht praktikabel, bei allem Verständnis für die Sorgen des Finanzministers."

Reuters

 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Regierungsstudie Hartz-Reformen laufen ins Leere

Eine Untersuchung der Bundesregierung über die Wirkung der Hartz-Reformen kommt zu einem herben Ergebnis: Große Teile der Reformpakete bringen nichts. Eine Ausnahme aber bilden zwei vermeintlich erfolglose Maßnahmen. mehr...

Sozialreform Hartz IV und die Folgen

Unter dem Stichwort Hartz IV startete in Deutschland die größte Arbeitsmarktreform der Nachkriegszeit. Davon betroffen waren gut zwei Millionen Langzeitarbeitslosen und erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger. mehr...

 
Partnerangebot Bankenvergleich Bankenvergleich Anbieter wechseln, Geld sparen

Ist Ihr Girokonto wirklich günstig? Haben Sie das beste Tagesgeld-Konto? Finden Sie es heraus: Mit dem unabhängigen Bankenvergleich. mehr

 
 
 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (8/2012)
Whitney Houston