Studieren mit Gehalt

1. Oktober 2009, 14:00 Uhr

Lehre oder Studium? Wenn Sie nach der Schule vor dieser Frage stehen, müssen Sie sich nicht unbedingt festlegen. Beides geht auch im Doppelpack. Mehr als 700 Studiengänge verbinden einen Bachelor-Abschluss und Berufsausbildung.

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Grund zur Freude: Duale Studiengänge ermöglichen ein bezahltes Bachelor-Studium©

Das Duale Studium ist eine Kombination aus praktischer Ausbildung im Betrieb und wissenschaftlicher Lehre an einer Hochschule oder Akademie. Theorie- und Praxisphasen wechseln ab. In der studienfreien Zeit arbeitet der Student im Unternehmen und erhält als Gegenleistung ein regelmäßiges Gehalt über die gesamte Studiendauer.

Man unterscheidet zwischen

Ausbildungsintegrierenden Studiengängen:

Hier ist der Student gleichzeitig Azubi. Er erwirbt zwei Abschlüsse. Parallel zu einem akademischen Titel wie Bachelor oder Master erhält er einen von der Industrie- und Handelskammer anerkannten Berufsabschluss.

Berufsintegrierenden Studiengängen:

Hier wird eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Der Student verbringt seine Praxiszeit im Unternehmen als Praktikant. Berufstätige haben so die Chance zu studieren ohne ihren Job aufgeben zu müssen.

Duale Studiengänge dauern in der Regel drei bis vier Jahre.

Die Vorteile sind:

  • gute Studienbedingungen durch enge Kooperation zwischen Hochschule und Betrieb

  • kurze Studiendauer

  • das Sammeln von Berufs- und Praxiserfahrung schon während des Studiums

  • gesicherte Finanzierung des Studiums

  • gute Arbeitsmarktchancen, oftmals werden die Studenten vom Unternehmen übernommen

Die Nachteile sind:

  • eingeschränktes Studienangebot. Längst nicht alle Fächer lassen sich dual studieren. Die häufigste Kombination in der Vergangenheit war ein BWL-Studium plus kaufmännische Lehre oder ein Ingenieurstudium mit technischer Ausbildung. In den letzten Jahren sind aber viele neue, auch exotischere Angebote hinzugekommen.

  • Doppelbelastung. Nach Feierabend im Betrieb muss oft noch für die Uni gelernt werden. Auch gibt es keine Semesterferien, sondern nur eine vertraglich vereinbarte Anzahl von Urlaubstagen - in der Regel zwischen 20 und 30 Tagen.

  • wenig Freiräume. Das Studium ist in ein festes Korsett geschnürt. Zeit auch mal in andere Fächer reinzuschnuppern oder für Auslandsaufenthalte bleibt meist nicht.

Einen guten Überblick über alle dualen Studiengänge in Deutschland gibt die Datenbank des BIBB. Dort werden rund 680 Studienmöglichkeiten mit den beteiligten Untenehmen vorgestellt.

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