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In der Affäre um die Bespitzelung eines Journalisten der Zeitung "Le Monde" ist am Freitag der französische Polizeichef Frédéric Péchenard vernommen worden.
Urteil im Prozess um die Bespitzelungsaffäre bei der Telekom: Der frühere Leiter der Sicherheitsabteilung muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Auf der Suche nach einem Informationsleck im Unternehmen hatte der Verurteilte Aufsichtsräte, Gewerkschafter und Journalisten ausspähen lassen.
Journalisten und Gewerkschafter wurden bespitzelt, und angeblich hat die Konzernspitze davon nichts gewusst: Kurz vor Ende des zugehörigen Strafprozesses setzt die Telekom auf eine "Geste der Verständigung" und lässt Datenschützern, Gewerkschaftern und Journalisten 1,7 Millionen Euro zukommen.
Zwei Jahre hatte die Bonner Staatsanwaltschaft in der Bespitzelungsaffäre ermittelt. Jetzt hat sie das Verfahren gegen die frühere Telekom-Spitze eingestellt. Es sei kein hinreichender Tatverdacht festgestellt worden. Die Spitzelopfer wollen die Entscheidung nicht hinnehmen.
Die Datenaffäre bei der Deutschen Bahn AG weitet sich aus. Nach Informationen des "Spiegel" sind auch Computer-Festplatten von Mitarbeitern heimlich nach Daten durchsucht worden. Gefahndet wurde dabei offenbar gezielt nach zuvor festgelegten Schlagworten.
Ihre Mobilbox wurde systematisch abgehört, um Details aus ihrem Privatleben auszuspäen: Sienna Miller wurde vom britischen Klatschblatt "News Of The World" bespitzelt. Jetzt erhält sie zumindest eine Entschädigung.
Nonnenmacher wackelt, aber er ist offenbar noch nicht gefallen: Die Eignerländer Hamburg und Schleswig-Holstein haben Berichte über eine bereits vereinbarte Abberufung des HSH-Nordbank-Chefs zurückgewiesen: "Es gibt keine Beschlüsse dazu."
Die Deutsche Bahn hat zugegeben, nicht nur E-Mails sondern auch Computer-Festplatten ihrer Mitarbeiter durchsucht zu haben. Die Schnüffel-Aktionen seien aber nur "in konkreten Verdachtsfällen auf Straftaten" eingeleitet worden.
Die Bespitzelungsaffäre bei der Telekom weitet sich aus. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft Bonn gehörten nicht nur Journalisten und Aufsichtsräte der Arbeitnehmerseite, sondern auch Betriebsräte zu den Opfern des Datenmissbrauchs. Damit erreicht der Datenskandal eine ganz neue Dimension.
In der Affäre um Bespitzelungen hagelt es Kritik an der Deutschen Telekom. Der Ethikverband sieht einen "kriminellen Sumpf" im Unternehmen, der Datenschutzbeauftragte fordert eine lückenlose Aufklärung. Telekom-Chef René Obermann kündigte harte Konsequenzen in dem Fall an.
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