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Brauerei in den roten Zahlen: Carlsberg streicht 2000 Jobs

Die Brauerei Carlsberg ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Da schwache Geschäft in Russland und China drückt auf das Ergebnis. Nun wird der Rotstift angesetzt: rund 2000 Mitarbeiter müssen gehen. 

  Carlsberg setzt den Rotstift an: 2000 Mitarbeiter werden entlassen.

Carlsberg setzt den Rotstift an: 2000 Mitarbeiter werden entlassen.

Der weltweit viertgrößte Bierbrauer Carlsberg hat sich nach einer milliardenschweren Abschreibung ein umfangreiches Sparprogramm verordnet und will rund 4 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Vor allem wegen des schleppenden Geschäfts in Russland schrieb der Konzern im dritten Quartal 7,7 Milliarden Dänische Kronen (1 Mrd Euro) ab und rutschte damit unter dem Strich tief in die roten Zahlen. Das Management will nun großflächig den Rotstift ansetzen. "Die Entwicklung unseres Gewinns in den jüngsten Jahren war nicht zufriedenstellend", sagte Vorstandschef Cees 't Hart.

Personalabbau geplant

Um profitabler zu werden sollen nun 2000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Damit sollen unter anderem ab 2018 jährlich bis zu zwei Milliarden Kronen eingespart werden. Im Gegenzug fallen für die Maßnahmen Kosten in Höhe von insgesamt 10 Milliarden Kronen in den Jahren 2015 bis 2017 an, davon 8,5 Milliarden alleine im laufenden Jahr.

Das vergangene Quartal lief durchwachsen: So sank der Bierabsatz mit Marken wie Carlsberg, Tuborg, Holsten Pilsener oder Kronenbourg bereinigt um Zukäufe um drei Prozent auf 37,6 Millionen Hektoliter.

Schwaches Geschäft in Russland und China

Vor allem das Geschäft in Osteuropa schwächelte. Der Umsatz kletterte noch auf 18,3 Milliarden Kronen, nach 18,1 Milliarden Kronen ein Jahr zuvor. Unter dem Strich fiel wegen hoher Wertberichtigungen ein Verlust von knapp 4,5 Milliarden Kronen an. Dabei machen dem Unternehmen vor allem die schwächelnden Märkte in Russland aber auch in China zu schaffen. Ohne diesen Effekt hätte Carlsberg einen Gewinn in Höhe von 2,2 Milliarden Kronen erzielt.

kg/DPA
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