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Ausgerechnet stilles Wasser und Tee lassen bei Coca Cola den Gewinn sprudeln

Der US-Getränkeriese Coca-Cola spart sich im Weihnachtsquartal zum Milliardengewinn. Doch auch die Verkäufe steigen stärker als erwartet - dabei treiben vor allem Tee, Wasser und Coke Zero das Geschäft.
Probleme macht aber der starke Dollar.

Einige Cola-Dosen

Coca Cola kann den Gewinn um 60 Prozent steigern.

Der Getränkekonzern Coca-Cola hat im vierten Quartal dank Kosteneinsparungen deutlich mehr verdient. Unter dem Strich stieg der Gewinn verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreswert um gut 60 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar (1,11 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Prognosen der Analysten wurden damit übertroffen.

Der weltweite Getränkeabsatz legte um drei Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet zu. Vor allem das Geschäft mit Produkten ohne Kohlensäure, wie stillem Wasser oder Tee, lief gut.

Coke Zero ist Erfolg

Der größte Erfolgsbringer war Coke Zero mit einem Verkaufsplus von sieben Prozent. Dafür brach die Nachfrage nach Coca-Cola light weg. Der Umsatz sank um acht Prozent auf zehn Milliarden Dollar. Coca-Cola macht einen wesentlichen Teil seiner Erlöse außerhalb des US-Heimatmarkts und kämpft mit dem starken Dollar, der die Auslandseinnahmen in US-Währung verringert. Darüber hinaus hatte das Quartal aber auch sechs Verkaufstage weniger als im Vorjahr.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 kletterte der Überschuss von 7,1 auf 7,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz sank um vier Prozent auf 44,3 Milliarden Dollar. Coca-Cola Deutschland steigerte das Verkaufsvolumen nach eigenen Angaben um 1,7 Prozent auf 3,86 Milliarden Liter. Das Wachstum sei durch Produktneuheiten wie die mit Stevia-Extrakt gesüßte Coca-Cola life oder ViO Bio Limonade getrieben worden.

Weniger Zucker ist gefragt

Vorstandschef Muhtar Kent baut den Konzern derzeit um. Er bezeichnete 2015 als "Jahr des Übergangs", in dem Coca-Cola trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds Fortschritte beim Wandel gemacht habe: Der nachlassende Appetit der Kunden auf zuckerlastige Soft Drinks hatte dem Unternehmen zu schaffen gemacht. Coca-Cola reagierte unter anderem mit kleineren Flaschen und einer erweiterten Produktpalette.

Coca Cola setzt auf Franchise

Am Dienstag gab Coca-Cola bekannt, bis Ende 2017 alle Abfüllbetriebe in Nordamerika als Franchise abzugeben. Auch in China gibt es entsprechende Pläne. Zudem hatte der Konzern im August angekündigt, die deutsche Tochter Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG mit den zwei großen Abfüllern Coca-Cola Enterprises und Coca-Cola Iberian Partners zur neuen Gesellschaft Coca-Cola European Partners zu fusionieren.

kg/DPA
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