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Der Autozulieferer Continental zieht wie viele andere Unternehmen der Branche die Lohnerhöhung um zwei Monate vor.
Es war ein unerhörter Angriff: Die Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler versuchte, Conti zu schlucken. Doch mit der Finanzkrise begann ein Drama. Vorerst letzter Akt: Heute wurde der Conti-Chef ausgetauscht.
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Conti-Chef Karl-Thomas Neumann hat den Machtkampf mit dem Großaktionär Schaeffler verloren und steht nach einer dramatischen Aufsichtsratssitzung vor der Ablösung. Nur der geschlossene Widerstand der Arbeitnehmerseite hat seine sofortige Absetzung verhindert. Ein Name wird bereits als Nachfolger gehandelt.
Der Machtkampf zwischen den Autozulieferern Continental und seinem Großaktionär Schaeffler eskaliert. Nach Medienberichten soll Conti-Chef Karl-Thomas Neumann bereits zurückgetreten sein. Angeblich steht schon ein Nachfolger bereit.
Rollentausch ist derzeit ein beliebtes Spiel in der deutschen Wirtschaft. Erst übernimmt VW das Ruder beim Zusammenschluss mit Porsche, jetzt ziehen die niedersächsischen Landsleute von Continental nach. Die Fusion mit Schaeffler wird auf den Kopf gestellt - wenn die Gläubigerbanken mitziehen.
Der Autozulieferer Continental fährt die Reifenproduktion drastisch runter. Betroffen sind 780 Mitarbeiter in Hannover und ein Werk in Frankreich. Das Management will Solidarität zeigen und verzichtet auf einen Teil des Gehalts.
Zuspitzung im Übernahmestreit zwischen Continental und der Schaeffler-Gruppe: Conti-Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg hat sein Amt niedergelegt. Bei der Bekanntgabe seines Rücktrittes in Frankfurt übte der Manager scharfe Kritik an der fränkischen Familienfirma.
Weiterer Rückschlag für Maria-Elisabeth Schaeffler: Das Landgericht Hannover hat der geplanten Continental-Übernahme einen Riegel vorgeschoben. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" darf der juristische Chefberater des Familienkonzerns, Rolf Koerfer, vorerst nicht den Aufsichtsratsvorsitz des Autozulieferers übernehmen.
Trotz des größten Verlusts in der Firmengeschichte meint Vorstandschef Neumann, der Konzern habe die Krise bislang gut gemeistert.
Staatshilfe ja oder nein? In Sachen Conti und Schaeffler ist darüber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Jetzt soll ein Gipfeltreffen der Ministerpräsidenten aus Bayern und Niedersachsen mit Bundeswirtschaftsminister Glos eine Entscheidung bringen. Dabei will eines der beiden Unternehmen das Steuergeld partout nicht haben.
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