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29. Mai 2009, 16:13 Uhr

Computer und Handys sind Stromfresser

Die Internationale Energieagentur schlägt Alarm: Der Anteil von Elektrogeräten, Handys und Computer am weltweiten Stromverbrauch steigt rasant an. Eine neuen Studie prognostiziert eine Verdreifachung deren Energiekonsums bis 2030. Das habe schlimme Folgen für die Umwelt - und den Endverbraucher.

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Stromverbrauch, Strom, Energie, Internationale Energieagentur, IEA

Ladegeräte von Handys tragen zum steigenden Stromverbrauch bei© Colourbox

Die wachsende Verbreitung von Handys, Computern und anderen elektronischen Geräten wird in den nächsten Jahrzehnten einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch ausmachen. Bis 2030 werde sich der Energiebedarf durch Unterhaltungselektronik und Bürogeräte verdreifachen, erklärte die Internationale Energieagentur IEA in Paris. Dies werde nicht nur die Stromrechnungen der Haushalte nach oben schießen lassen, sondern auch "Versuche gefährden, die Energiesicherheit zu verbessern und den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken." Die Politik müsse deshalb dringend auf die Hersteller einwirken, den Energieverbrauch der Geräte deutlich zu senken.

Elektronische Geräte, darunter fast eine Milliarde Handys und zwei Milliarden Fernseher, stünden derzeit für 15 Prozent des Stromverbrauchs in Privathaushalten, erklärte die IEA. Bis 2022 werde sich ihr Energiekonsum verdoppeln und bis 2030 dann auf 1700 Terawattstunden verdreifachen - so viel, wie Haushalte in den USA und Japan derzeit insgesamt an Strom verbrauchten.

"Das würde sich auf den Stromrechnungen der Haushalte rund um den Globus mit 200 Milliarden US-Dollar niederschlagen", sagte IEA-Direktor Nobuo Tanaka. Zudem müssten Kraftwerke gebaut werden, die den Mehrbedarf durch die Geräte von schätzungsweise 280 Gigawatt decken könnten. Zum Vergleich: Selbst große Kraftwerke liefern heutzutage meist nicht mehr als ein Gigawatt.

In ihrer Studie "Gadgets und Gigawatt" sind die IEA-Experten überzeugt, dass bei den elektronischen Stromfressern noch viel Einsparpotenzial besteht. Schon heute könne ihr Verbrauch durch verfügbare Techniken mehr als halbiert werden, schreiben sie. "Das könnte den Verbrauchsanstieg auf weniger als ein Prozent pro Jahr bis 2030 begrenzen." Davon würde auch die Stromrechnung der Haushalte weltweit profitieren, die dann in 20 Jahren 130 Milliarden Dollar niedriger ausfallen werde.

AFP
KOMMENTARE (5 von 5)
 
endbenutzer (14.05.2009, 10:14 Uhr)
Und?
Wo bleiben die entsprechenden Gesetze? Aber nicht doch - es ist doch viel einfacher neue Kern- und Kohlekraftwerke in die Landschaft zu setzen. Pfeif aufs Stromsparen..
gmathol (14.05.2009, 09:37 Uhr)
Kaufen soll man die Dinger immer noch?
Hmm, in Grossbritannien redet man den Leuten bereits ein das sie ihre gerade erworbenen Gross-Displays nicht mehr benutzen sollen.
Die USA verbrauchen etwa 30% der Weltenergie und 40% davon werden in Kriegshandlungen verbraucht.
Diesen Umstand wird man natuerlich nicht kritisieren wollen.
Katastrophenjunkie (13.05.2009, 22:24 Uhr)
Hat schonmal jemand was von der ...
Internationalen Energieagentur gehört? Nein? Ich auch nicht. Höchste Zeit das diese extrem wichtige Institution sich endlich ins Gedächtnis der Menschheit ruft!
.
Nochmal in genauen Zahlen: Wieviel Promille des Gesamtstromverbrauchs geht aufs Konto dieser bösen Technik?
.
Könnte man ja auch mal Schäuble drauf aufmerksam machen, vielleicht stellt er ein paar von seinen Spitzelrechnern ab ;-)
Eisenbaer (13.05.2009, 19:14 Uhr)
Ach, wer hätte das gedacht?
Geräte, die mit Strom laufen und im Standby-Betrieb verharren brauchen also Strom. Es ist tatsächlich merkwürdig, was in manchen Familien so läuft: da wird nachts lieber mit der Kerze durch die Wohnung gelaufen, als in der Taschenlampe eine teure Batterie einzusetzen. Und dann hat jedes Familienmitglied bis zum Haushund runter ein Multifunktionshandy, das immer Standby steht und wöchentlich "ganz billig" an der Steckdose aufgeladen wird. Geld, das nicht direkt fällig wird, hat für manche Menschen eben einen Wert Null.

Und ein PC frisst wie viel Watt die Stunde? Da gibt es Menschen, die lassen ihre Rechner als Server für die eigene Homepage täglich 24 Stunden am Netz, beleuchten das Zimmer aber mit einer Energiesparlampe. Und warum das Ganze? Um anderen den Zugang zu ihren Urlaubsbildern zu ermöglichen. Und um ganz nebenbei um einen Identitätsklau zu betteln.

Deutschland: Heimat der Hochtechnologiker... ;-))
ganzbaf (13.05.2009, 18:16 Uhr)
Die Wirtschaft...

verbraucht viel mehr Strom, und die geht ja glücklicherweise gerade Pleite ;-S
Aber mit Photovoltaik schwimmen wir eh bald im Strom... ;-)
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