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Die Ministerpräsidenten der Länder prüfen derzeit, auch bei Menschen ohne Fernseher die vollen Rundfunkgebühren einzuziehen. Computer und Smartphones könnten mit deutlich höheren Gebühren belegt werden. Und noch eine zweite Variante wird diskutiert.
Der Hessische Rundfunk (hr) hat vor Betrügern gewarnt, die sich als Mitarbeiter der Gebühreneinzugszentrale GEZ ausgeben. Es häuften sich bei älteren Rundfunkteilnehmern Anrufe von angeblichen GEZ-Mitarbeitern, die persönliche Daten erfragen wollten.
Computer und Smartphones bleiben gebührenpflichtig: Das Bundesverwaltungsgericht schmetterte Klagen gegen die Zwangsabgabe ab. Das Urteil der Leipziger Richter betrifft 200.000 Gebührenzahler.
Post von der GEZ: nicht besonders erfreulich, aber auch nichts Ungewöhnliches. Nun hat die Gebührenstelle allerdings einen bereits toten Dackel zur Zahlung der Rundfunkgebühr aufgefordert. Sein Frauchen reagierte verärgert - obwohl sie wahrscheinlich selbst Schuld an dem Versehen ist.
Die Reform der Rundfunkgebühren sichert den Öffentlich-Rechtlichen künftig satte Mehreinnahmen. Dafür werden die Bürger mit Zwangszahlungen zur Kasse gebeten. An den verstockten Strukturen von ARD und ZDF ändert sich rein gar nichts.
Die Reform der GEZ-Gebühr steht: Die Rundfunkkommission der Länder hat sich darauf geeinigt, den geräteabhängigen Beitrag abzuschaffen. Stattdessen sollen alle Haushalte eine einheitliche Gebühr zahlen. Damit fällt auch die Jagd auf "Schwarzseher" weg.
Das Gezerre um die Rundfunkgebühren hält an. Haushaltsabgabe statt GEZ-Gebühr heißt die Lösung der Zukunft. Verfassungskonform wäre diese Maßnahme, doch wenn ARD und ZDF weiterhin Werbegeld wollen, könnten demnächst auch die Privatsender abkassieren.
Bayern-Manager Uli Hoeneß träumt von einem revolutionären Einnahme-System in Art einer GEZ-Gebühr für den Fußball. "Meine große Hoffnung ist, dass die Leute irgendwann bereit sind, zwei Euro im Monat für Fußball zu bezahlen." Nur so könnten die Liga-Klubs ihren Abstand zur Konkurrenz in Europa verringern.
Der traditionelle Fernsehabend wird in deutschen Wohnzimmern immer unwichtiger. Stattdessen gucken die Menschen ihre Lieblingssendungen im Internet. Eine große Chance für private Anbieter - wenn da nicht GEZ wäre.
Seit 2007 müssen für internetfähige PCs Rundfunkgebühren bezahlt werden. Das Verwaltungsgericht Münster hob nun den Gebührenbescheid gegen einen Studenten auf. Begründung: Der bloße Besitz des PC lasse nicht automatisch auf Radioempfang schließen.
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