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Zehntausende Menschen in ganz Deutschland haben nach Angaben von Atomkraftgegnern am Montag gegen eine weitere Nutzung der Kernkraft in der Bundesrepublik protestiert. Bundesweit hätten sich mehr als 140.000 Menschen in 726 Orten an Mahnwachen beteiligt, erklärte der Sprecher des Bündnisses Ausgestrahlt, Jochen Stay, am Abend. Die von der Organisation ins Leben gerufenen Kundgebungen unter dem Motto "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!
Der Bundesumweltminister schwört der Atomkraft ab. Er sehe für die Kernenergie in "keiner denkbaren politischen Konstellation" eine Zukunft. Optimistisch ist er beim Termin für ein Atommüll-Endlager.
Bei den Piraten herrscht Flaute. Die Umfragewerte stürzen ab und ein obskurer Pro-Atom-Flyer sorgt für neuen internen Streit. Dabei hatte sich die Partei klar gegen die Kernenergie positioniert.
Vier große Stromautobahnen quer durch Deutschland sollen die Energiewende voranbringen. Kostenpunkt: 20 Milliarden Euro. Die Bürger können Einwände erheben, doch die Frist läuft in sechs Wochen ab.
Die Bilanz nach einem Jahr Energiewende ist ernüchternd. Der Netzausbau kommt kaum voran. Von einer koordinierten Energiepolitik fehlt jede Spur. Jetzt soll's ein Gipfel im Kanzleramt richten.
Teure Folgen der Energiewende: Einem Zeitungsbericht zufolge könnten die Strompreise bald noch stärker steigen als befürchtet. Der Grund sind höhere Kosten für den Ausbau der Stromnetze.
Der Iran steht nach Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad in seinem Atomprogramm vor einem Durchbruch. Ahmadinedschad äußerte sich live im Fernsehen, nannte allerdings keine Details.
Grünes Licht für die ersten neuen Atomreaktoren in den USA seit Jahrzehnten: Die Atomaufsichtsbehörde erteilt die Genehmigung für den Bau von zwei Reaktoren im Bundesstaat Georgia - trotz der abweichenden Meinung ihres Leiters.
Deutschlands Ausstieg ist beschlossene Sache. Die EU aber will auf Kernkraft offenbar nicht verzichten, sie sogar deutlich ausbauen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger plant laut einem Medienbericht den Neubau von 40 Atomkraftwerken bis 2020 in Europa.
Die Energiewende der Bundesregierung wird ausgebremst. Durch fehlende Investitionen in die Stromnetze, Ausnahmeregelungen für die Industrie und ungenügende politische Steuerung.
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