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22. Dezember 2008, 10:25 Uhr
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Die Deutschen pfeifen auf die Krise

Von wegen Wirtschaftskrise! Das Weihnachtsgeschäft brummt, die Kaufhäuser sind voll. Trotz aller düsteren Konjunkturprognosen haben die Deutschen die Lust am Kaufen nicht verloren. Und das wird laut der Gesellschaft für Konsumforschung auch im Januar so bleiben.

Konsumklima stabil: Laut einer GfK-Umfrage bleiben die Deutschen auch im Januar 2009 zunächst in Kauflaune© Fabian Bimmer/AP

Die Kauflaune der Verbraucher stabilisiert sich trotz Rezession und Finanzkrise. Das Konsumklima werde im Januar konstant bleiben, prognostizierten die Marktforscher der Nürnberger GfK am Montag nach einer Umfrage unter 2000 Deutschen. Das GfK-Barometer bleibe mit 2,1 Punkten unverändert. Im November und Dezember war es jeweils leicht gestiegen.

Gestützt wurde das Konsumklima vor allem von der sinkenden Inflation und einer höheren Anschaffungsneigung. Zwar machten sich die Befragten mehr Sorgen um ihren Arbeitsplatz und gingen von sinkenden Einkommen aus, schrieben die Experten. Stark gefallene Benzin- und Heizölpreise schonten jedoch das Haushaltsbudget. Dies könne für eine bessere Stimmung bei den Verbrauchern sorgen.

Zudem trage eine tendenziell rückläufige Sparneigung zu einem besseren Konsumklima bei. „Allerdings führen Produktionseinbrüche, Kurzarbeit sowie Meldungen über drohende Entlassungen dazu, dass sich mehr und mehr Konsumenten auch persönlich von der Krise betroffen fühlen“, hieß es.

Die Konjunkturaussichten schätzen die Verbraucher erneut schlechter ein. Das entsprechende Barometer sank im Dezember auf minus 32,4 Zähler, das sind 2,3 Punkte weniger als im November. Derzeit gebe es kaum Anlass, diesen Pessimismus aufzugeben, schrieb die GfK. Experten erwarten 2009 einen kräftigen Konjunktureinbruch. Das Wirtschaftsministerium hält im schlimmsten Fall sogar ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um drei Prozent für möglich. Im bisher schwächsten Jahr 1975 ging das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 Prozent zurück.

Dennoch hält die GfK für das kommende Jahr einen Anstieg des privaten Verbrauchs von 0,5 Prozent weiter für möglich. Die Kaufkraft werde von der sinkenden Inflation und den zuletzt guten Tarifabschlüsse gestützt. Allerdings hänge die Entwicklung des Konsumklimas maßgeblich davon ab, wie scharf die Rezession ausfalle.

Reutes/DPA
KOMMENTARE (10 von 11)
 
Helmers (22.12.2008, 23:21 Uhr)
Kommen sie näher kommen sie ran!
Hast du zuweilen zu viel Geld, gibt’s dem Schefenacker, der halt`s braucht is nur vorläufig gut. Er zahlt dir später aber keinen versprochenen Preis weder für dein Geld noch einen anderen Scheiß! Seine Versprechungen sind gleich null, deswegen Justitia Stuttgart schaut mal nach, aber vergiss t bitte nicht des Anlegers kleine oder große Schmach!
Frohe Weihnachten uns fehlen ca. 15.000 Euro.
virtualtom (22.12.2008, 15:14 Uhr)
Krise? Welche Krise?
Jetzt lasst uns noch mal schön Weihnachten feiern und das 13. Monatsgehalt verfressen. Nächstes Jahr gibt's keins mehr...
zappa1984 (22.12.2008, 13:27 Uhr)
Weihnachtseinkaufsmärchen
Alle, die den gesteuerten Medien die Propaganda einfach nicht mehr glauben wollen, lesen z.B. hier:http://www.jjahnke.net/rundbr48.html#gfk
Corazito3333 (22.12.2008, 13:22 Uhr)
Aufhören.....mit der Schwarzseherei
Man kann es nicht mehr hören, jeder Politiker..etc. weiß was, redet mit, profiliert sich mit Nichtwissen. Die unsinnigen Milliardenpakete........ es ist super, Angst vor der Zukunft zu schüren..... toll und was ist das Ziel dieser Schwarzseh-Kampagne???????
hevosenkuva (22.12.2008, 13:08 Uhr)
Eine neue repräsentative Umfrage belegt,
dass "die Deutschen" nicht an die Ergebnisse "repräsentativer Umfragen" oder "aktueller Studien" glauben und sie teilweise sogar für "gefährlichen Unsinn" halten.

Experten und andere Konifären hingegen sind der Auffassung, dass Umfragen und Studien einen wichtigen Beitrag zur Sicherung ihrer eigenen Arbeitsplätze darstellen.
NeuerMensch (22.12.2008, 12:59 Uhr)
alle Jahre wieder...
klingeln zur Weihnachstzeit in allen Medien die Konsum-Propagandaglocken. Nur um dann im Januar zu verkünden, daß das Weihnachtsgeschäft wieder deutlich schlechter als im Vorjahr ausgefallen ist. Das war die letzten 5 Jahre so und das wird auch diesmal so sein. Mindestens 1% - 1,5% weniger Umsatz (real) als im Vorjahr, wetten?!
Nursery (22.12.2008, 11:44 Uhr)
Undifferenziert
KLar ist das Exportgeschäfte eingebrochen sind und gleichzeitig durch die Lohnerhöhungen und Weihnachtsgeld etwas mehr Geld in den Händen der Bürger gelangt ist .Das heißt aber nicht daß 2009 keine Probleme auf den Steuerzahler zukommen.Ganz im Gegenteil! Auch die Panikmache in den Medien zeigt nur ein Teil der Katastrophe die sich anbahnt.Wenn der zukünftige Vizepräsident der Demokraten in den USA dem Land einen eventuellen Crash vorraussagen, muß man hellhörig werden.Auch Japan mit seinem Exportrückgang in nicht vorhergekannter Höhe zeigt kein gutes Signal.Sicher ist aber auch das durch die Tretemühlen der Medien
ein Kaufstreik gerade zu verordnet werden kann.Auch wenn ein ganz großer Teil der Bürger gar nicht mehr in der Tasche hat und die Lohnsteigerungen durch die Inflation aufgefressen wurde ist es traurig, das die Verlierer mal wieder feststehen werden.
Marquis (22.12.2008, 10:34 Uhr)
..es gibt auch etliche, die nicht genug haben,
um (etwas) sparen zu können.
aeternitas (22.12.2008, 10:18 Uhr)
Falsch
Die Deutschen haben sehr wohl Angst vor der Krise. Viele, auch junge Arbeitnehmer ahnen schon, dass ihnen nächstes Jahr die Arbeitslosigkeit ins Haus steht. Wozu sollten sie noch sparen? Einen neuen Arbeitsplatz* werden die meisten nicht finden, und zurücklegen können und müssen sie nichts mehr. Bevor sie Hartz4 bekommen, müssen sie alles aufbrauchen.
------------
* Arbeitsplatz = mehr als 8,50 € Stundenlohn, kein 1-Euro-Job und auch kein Aufstockerjob
Sternchen2020 (22.12.2008, 10:00 Uhr)
Nein, sie pfeifen nicht auf die Krise,
sie haben nur noch nicht verstanden, was da auf uns zurollt. Oder sie verdrängen es. Etwa ab Sommer/Frühherbst werden wir mit Dingen konfrontiert, die derzeit noch unvorstellbar sind. Verstärkt durch das ignorante Verhalten der Bundesregierung, die selbst dann noch 14 Tage Weihnachtspause macht, wenn der Tsunami schon unterwegs Richtung Deutschland ist. In diesem Sinne Frohe Weihnachten und Glückwunsch zu soviel Kompetenz.
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