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26. September 2007, 18:09 Uhr

Billig ist böse

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und die deutschen Wirtschaftsverbände sorgen sich um das Konsumverhalten der Deutschen. Diese würden immer noch gerne zu billigen aber gefälschten Produkten greifen. Deshalb warnen die Hersteller nun vor den Gefahren von Plagiaten.

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Original oder Fälschung? Man muss kein Fachmann sein, um diese Frage zu beantworten© Rolf Vennenbernd/DPA

Deutsche Verbraucher greifen immer noch gerne zu billigen, aber gefälschten und oft gesundheitsgefährdenden Produkten. Von einer Trendumkehr kann nach Feststellung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) keine Rede sein. Weltweit richte Produktpiraterie jährlich einen wirtschaftlichen Schaden von mindestens 142 Milliarden Euro an, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) jetzt. Gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden stellte sie ein neues Internetportal vor, wo sich Unternehmen und Verbraucher über Produktpiraterie informieren können.

Zypries kritisierte die "Geiz-ist-geil-Mentalität". Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer, Axel Nitschke, forderte: "Wir brauchen dringend einen Bewusstseinswandel bei den Käufern. Sie sind der eigentliche Hebel." Auf die von Emnid im Auftrag der Internationalen Handelskammer (ICC) gestellte Frage, was sie tun würden, wenn ein vermeintliches Markenprodukt deutlich günstiger als normal angeboten wird, sagten nur acht Prozent, sie würden vom Kauf Abstand nehmen, aber 38 Prozent, sie würden kaufen. Mit 48 Prozent lagen dabei die ostdeutschen Kaufwilligen weit vor den Westdeutschen (35 Prozent). 51 Prozent der Verbraucher wollten sich aber nach der Herkunft des billigen Produkts erkundigen.

"Die Verbraucher müssen begreifen, dass sie sich mit dem Kauf gefälschter Produkte selbst schädigen", sagte der Präsident der ICC Deutschland, Manfred Gentz. Die ICC schätzt mit 600 Milliarden Dollar den Schaden noch weitaus höher. Es gehe hier nicht um harmlose Kleinkriminalität, sagte Gentz. In Deutschland wird der Schaden auf 20 bis 30 Milliarden Euro taxiert. Durch Produktpiraterie seien bereits 70.000 Arbeitsplätze vernichtet worden, schätzt der DIHK.

Zypries und die Verbände warnten zudem vor gesundheitlichen Risiken. Nachgemachte Medikamente enthielten oft falsche Zusammensetzungen. Gefälschte mit billigen Materialen hergestellte Kleidungsstücke könnten zu Allergien und Hautausschlägen führen.

Die meisten Plagiate kommen nach Feststellung der Wirtschaft aus Asien. China stehe hier an der Spitze. Aber auch in Russland, Brasilien und Indonesien würden Marken gefälscht. Zypries wies darauf hin, dass dies auch Thema im Rechtsstaatsdialog mit China sei. Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) habe China die Rechtslage anerkannt. Das Problem sei aber die Umsetzung der Bestimmungen. Zypries hofft, dass der von den Chinesen wegen des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem Dalai Lama abgesagte, nächste Termin in München bald nachgeholt wird.

Eine wichtige Rolle bei der Vermarktung von Plagiaten spielt das Internet. Die Wirtschaftsvertreter beklagten, dass die Verbraucher hier oftmals ein gesundes Misstrauen vermissen ließen. Zu den oft im Internetauktionshaus E-Bay angebotenen Fälschungen sagte Zypries, das werde beobachtet.

Woran erkennt man Fälschungen? Fälschungen können gefährlich werden - vor allem bei Elektrogeräten dubioser Herkunft. Normen und Produkttests sind den Herstellern in solchen Fällen zumeist fremd. Laut TÜV Süd gibt es einige Hinweise, die man vor und beim Kauf berücksichtigen sollte. Etwa der Preis: Ist etwas auffallend billig, sollte man sich fragen, ob ein Produkt zu so einem Preis wirklich Zuverlässigkeit und Sicherheit gewährleisten kann. Auch die Verpackung verrät einiges: Hersteller als auch Importeur müssen mit Adresse auf der Verpackung stehen. Fälschungen sind manchmal auch an Ungenauigkeiten des Markenzeichens zu erkennen. Auch bei Rechtschreibfehlern ist äußerste Vorsicht geboten. Außerdem muss das "GS"-Prüfzeichen immer zusammen mit der unabhängigen Prüfbehörde aufgedruckt sein. Fehlt bei Elektrogeräten eine deutsche Bedienungsanleitung sollte man die Finger von dem Gerät lassen.

AP
KOMMENTARE (10 von 16)
 
Fox59Fire (27.09.2007, 20:44 Uhr)
Die Heuchelei der Unternehmen ist unerträglich!
Das sich die deutschen Wirtschaftsverbände um das Konsumverhalten der Deutschen sorgen, ist eine Binsenweisheit! Jedoch eine heuchlerische, denn ihre Sorge gilt vielmehr ihren eigenen Kassen, die gar nicht voll genug sein können. Will man Konkurrenzprodukte diskreditieren, greift man immer wieder gerne zur altbekannten Masche: Gesundheitsgefährdend, qualitativ minderwertig, Kinderarbeit, Niedriglohnprodukt, "Geiz-ist-geil-Mentalität" usw. Wenn der Präsident der Internationalen Handelskammer (ICC) erklärt, der Verbraucher würde sich mit dem Kauf von Plagiaten selbst schädigen, so hat Herr Gentz wohl eher die Interessen seiner über 7.500 Mitglieder im Auge als das Wohl der Konsumenten hinsichtlich der möglichen Folgen ihres "kriminellen" Verhaltens. Das Produktpiraterie gem. DIHT bereits über 70.000 Arbeitsplätze gekostet hat, ist nicht anzuzweifeln. Das z. B. die Arbeitsplatzverlagerung ins billiger produzierende Ausland ("Off shoring") hierzulande jedoch - allein in den 1990er Jahren - mit geschätzten 300.000 zu beziffern ist und damit weit mehr Arbeitsplätze gekostet hat, bleibt unerwähnt. Aktuelle Studien sprechen sogar von 1,8 Millionen Arbeitsplätzen, die bis zum Jahr 2015 durch Jobflucht aus Deutschland ins Ausland abwandern werden. Die Ersparnis des "Off shoring" kommt jedoch nur selten dem Konsumenten zugute, sondern sie wandert zum größten Teil in die Taschen derjenigen Unternehmen, die sich als "Global Player" brüsten und sich am lautesten über die "kriminellen" Plagiatkäufer ärgern. Die Unfähigkeit der ICC als Lobbyistin, ihre "weltweit anerkannten Regeln" allerorts durchzusetzen und die Produktion von Plagiaten effizient zu unterbinden, wird nun dem konsumierenden Konsumenten als "kriminelles Verhalten" angelastet. Scheinheilig nenne ich das! Ebenso scheinheilig ist das Verhalten der hiesigen Wirtschaft, die es versäumt hat, Innovationen zu produzieren, die Jobwanderung und Plagiatsgefahr nachweislich verringern könnten. Vom Konsumenten nun Marken- und Originaltreue zu verlangen, erklärt die gängige Verbraucher-Manipulation und -Gängelung zum Wohle der Unternehmen, die sich ihre Taschen füllen, während sie Arbeitnehmer aus Effizienzgründen "freisetzen". Gewinne werden privatisiert, Verluste jedoch sozialisiert! Solange dieser Vorwurf Realität ist, sollten Menschen wie Zypries ihre Stimme zum Wohle der Bürger und Arbeitnehmer erheben und nicht, um der heuchlerischen Wirtschaft zu schmeicheln und ihr die unsoziale Stange zu halten.
Fox59Fire (27.09.2007, 19:18 Uhr)
Nachfrage und Angebot!
Wohl dem, der sich noch Originale leisten kann. Ist es nicht menschlich, sich auch einmal mit den Trophäen der Wohlhabenden schmücken zu dürfen? Ist es nicht unsere Gesellschaft selbst, die den Schein höher als das Sein bewertet? Überall werden Äußerlichkeiten zum Kult, während wünschens- und erhaltenswerte (innere) Werte verfallen und der heutigen Jugend nur noch ein "uncool" entlocken. Kann man es den Menschen verdenken, wenn sie Anteil an der schönen Scheinwelt haben wollen und das Plagiat dem Original vorziehen? Selbst Fachleute sind oft nicht in der Lage, das Plagiat eindeutig als Solches zu identifizieren. So gut arbeitet man in Asien mittlerweile! Doch nur auf den ersten Blick, denn im weiteren Verlauf bzw. Gebrauch zeigen sich dann doch nicht selten Qualitätsmängel, die das Plagiat gegenüber dem Original buchstäblich disqualifizieren. Aus Schaden klug werden leider jedoch nur die Wenigsten, denn lieber nimmt man in Kauf, das sich ein z. B. in Spanien erworbenes Original-Designer-Objekt spätestens beim dritten Vollwaschgang von seiner Farbenpracht verabschiedet, als das man auf diese Fakes verzichtet und sich zum gleichen Billigpreis lieber ein No-Name-Teil zulegt, dem zwar der schillernde Name fehlt, bei dem aber die Qualität stimmt. Heuchlerisch wird es spätestens dann, wenn Markenhersteller Produkte aus z. B. Asien hinsichtlich mangelhafter Qualität anprangern, ihre eigenen Produkte jedoch in derselben asiatischen Fabrik von denselben asiatischen Kindern fertigen lassen. Wenn in einer Gesellschaft nur noch Markennamen zählen und viele Menschen damit ihr Selbstwertgefühl aufpolieren, dann ist dies die Nachfrage, die das Angebot generiert. Wer "billig" will, der bekommt auch "billig". Das man mit einem verhältnismäßig teuren Markenprodukt (wobei teuer relativ ist) oft den guten Namen, Werbemaßnahmen und den Zwischenhandel mitkauft, ist nichts Neues. Dass eine staatlich verordnete Mehrwertsteuer, die ihren Namen hinsichtlich des "Mehrwertes" oft nicht verdient, viele Produkte mit zusätzlichen 19 Prozent zum Wohle des Fiskus mehr als notwendig verteuert, kommt verärgernd hinzu. Selbst dann, wenn Warentests nicht immer objektiv, unvoreingenommen und unabhängig sind, so bieten sie dem überforderten und verunsicherten Verbraucher doch in der Regel die Möglichkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen und sich für Produkte zu entscheiden, die ihren Preis zu Recht tragen, also "preiswert" im Wortsinne sind. Niemand wird gezwungen, teure oder offensichtlich überteuerte Produkte zu kaufen. Ebenso wenig wird man zum Kauf von Billigprodukten im Sinne von "Geiz ist geil" gezwungen, jedoch ist der Griff eines Hartz-IV-Beziehers zum Billig-Teil im Hinblick auf die Zwänge unsere "Markengesellschaft" und seinen Wunsch, am "normalen" Leben teilhaben zu dürfen, nicht unverständlich. Jede Gesellschaft bekommt das, was sie verdient!
romeodelta (27.09.2007, 15:34 Uhr)
@Justizius
Bravo! Ich hätte es nicht besser schreiben können!
romeodelta (27.09.2007, 15:32 Uhr)
@hosentraeger
Ihr Kommentar ist gut und der Satz "Ich kann die RAF echt verstehen" als dumm zu bezeichnen ist auch gut und richtig - habe ich den Satz in einem Kommentar (auch) geschrieben. Allerdings Sie haben den Sinn falsch verstanden - ich habe im Folgekommentar erklärt, dass ich es nicht billige, was die RAF gemacht hat. Trotzdem verstehe ich voll und ganz die Ohnmacht, die dahinter steckt. Die Politiker in aller Welt scheren sich ein Dreck um das Volk und wir sind nicht als Zweite dran, sonder immer als Letzte! Das kann natürlich nicht ewig so bleiben und bald gibt's eine Reaktion. In Birma steht das Volk auf, wird niedergemetzelt und wir schauen zu, weil China es so will - die Chinesen sind scheinbar nur so mächtig geworden, nämlich gerade weil Geiz so Geil ist. Ihre Kanzlerin trifft sich "privat" mit einem der größten Verbrecher unserer Zeit und ich wette, dass es nicht ums Boykottieren der olympischen Spiele oder Sanktionen gegen China geht. Und zurück zur RAF - genau Gruppen dieser Art werden Hochkonjunktur haben, wenn es sich nicht rasch ändert. Die deutsche Regierung dank Schäuble und Jung rüstet sich gegen das Volk - irgendwann erhebt sich das Volk und was wird die Antwort sein - guck heute Abend Fernsehen - in Birma können wir uns einen Vorgeschmack holen oder lesen Sie in Ihrer eigene Geschichte der Weimarer Republik – da sind nämlich deutsche auf die Strasse gegangen und wir wissen alle, was danach passiert ist!
hosentraeger (27.09.2007, 11:40 Uhr)
Geiz war noch nie geil. Geiz ist armselig.
Die wirklich teuren (überteuerten?) Jeans, Handys, Schuhe etc. hängen nicht in den Läden weil die Politik das so will oder weil die Hersteller verrückt sind - nein: die Leute kaufen es! Viele Menschen in Deutschland verschleudern das bisschen Geld, was ihnen bleibt, lieber für so genannte "Luxusgüter" als sich anständig zu ernähren. Die teuersten Mobiltelefone und Sneakers findet man oft genug bei McDoof (gut, wieviele davon geklaut sind kann keiner genau sagen, aber diese Menschen finden das Zeug halt irgendwie geil).
Die Nachfrage regelt das Angebot - wenn nicht zehntausende das unnütze, sündteure Zeug kaufen würden, dann gäbe es das auch nicht. So einfach.
Im Mittelalter war das natürlich noch einfach: die meisten Menschen waren arm, teilweise Leibeigene. Keiner hat sein bisschen Geld für eine goldene Uhr gespart. Wer eine fand oder klaute, hat sie für Essen eingetauscht - um die Familie zu ernähren. Zwei Ochsenkarren, drei Spielekonsolen und vier Fernseher - und dann nach dem Staat schreien, der einen daran hindert sich die goldene Rüstung zu kaufen. (während man hirnlose TV-Sendungen verkonsumiert, die Blöd-Zeitung liest und sich mit Fast-Food vollstopft)
"Ich kann die RAF echt verstehen" ist so ziemlich das dümmste was man denken kann. Und der Fernseher im Schlafzimmer ist viel besser als der im Wohnzimmer! (der auf dem Klo ist allerdings nicht schlecht)
Sich keinen Deut für irgendetwas engagieren, nichts beitragen, aber alles haben wollen. Deutschland entwickelt sich zu einem Land der faulen Jammerlappen. Und dann kommen die Rattenfänger der Extremen, selbst arbeitsscheues Gesindel das uns allen auf der Tasche liegt, und trompeten uns böse Lügen in die Ohren. Mal sehen, ob die Hamburger-Cola-aufgeweichten Hirne klug genug sind um zu sehen was dahinter steckt: nichts als Hass, Neid und brutale Dummheit. In der Weimarer Republik hatten sie dummerweise Erfolg.
Michelmann (27.09.2007, 10:58 Uhr)
@Justizius
ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Diese Doppelmoral stinkt zum Himmel. Die Aussagen von Frau Zypries und diesem Wirtschaftsheini grenzen schon an Blasphemie. Dem Bürger wird das Geld aus der Tasche gezogen mehr und mehr und in den Läden hängen Jeans zwischen 150-300€ (Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen), Schuhe zwischen 100-300 Euro und da beklagt man sich ernshaft über die "Geiz-ist-geil-Mentalität" und droht mit Arbeitsplatzverlust wenn man weiterhin die billigeren Produkte kauft? Liebe Politiker, liebe Wirtschaft ihrem Volk bleibt leider in vielen Fällen nichts anderes übrig. Wenn ich solche Aussagen höre und lese wird mir schlecht und in mir brennt ein ohnmächtige Wut weil ich weiß man kann nichts dagegen tun. Da ärgert sich die Wirtschaft das Sie ihre 300% Gewinn von der Produktion bis zum Verkauf nicht einfahren und das Geld an denjenigen geht der genau so billig Produziert aber auch billiger verkauft. Leider ist es in der Wirtschaft immer so derjenige der das bessere Angebot macht bekommt auch den Zuschlag
Lelou (27.09.2007, 10:38 Uhr)
"Geiz ist Geil" - gilt auch für Hersteller!
Vor noch nicht allzulanger Zeit gab es auf eben dieser Seite des Stern einen Bericht über Produkte der (Marken-)Firma Esprit, deren T-Shirts durch Kinderarbeit hergestellt worden waren. Wusste der Hersteller denn nicht, dass ein qualitativ hochwertiges Produkt nicht auf reelle Weise zu diesen günstigen Produktionskosten hergestellt werden kann?
Und wie ist es mit den teuren Produkten der (Marken-)Firma Matell, die gerade zurückgerufen werden, weil sie billig in China hergestellt wurden und mit Blei belastet sind?
Wenn Markenprodukte genauso billig hergestellt werden, wie die Plagiate, warum müssen wir dann trotzdem so viel mehr dafür bezahlen?
Ich würde gern Qualität kaufen, ich bin auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben und tue es sogar - aber langsam bin ich es satt, ständig für dumm verkauft zu werden und dafür auch noch viel Geld bezahlen zu müssen.
sachsenwini (27.09.2007, 09:18 Uhr)
Es gibt gute solide Artikel,
die keinen bekannten Namen tragen und für die auch nicht Millionen an Werbekosten verschwendet werden. Deshalb können sie preiswerter angeboten werden, und das ist gut so.
Natürlich wird auch billiger wertloser Ramsch angeboten, so wie es auch Markenartikel gibt, die ihr Geld nicht wert sind.
Wenn man richtig überlegt, sind ja auch unsere Politiker überteuerte Fälschungen.
belzebub99 (27.09.2007, 08:17 Uhr)
Blauäugig!
Geiz ist geil! Allemal!
Nur manche begreifen das nicht.
Das beste Beispiel sind Sportschuche. Diese werden fast alle in China produziert. Der Produzent bekommt nicht einmal 5 €/ Paar. Die bekannten Marken verkaufen die Schuhe für 70 - 270 €, je nachdem, wie die Preiswürfelei ausgegangen ist. Und hier posten Bürger, die so etwas toll finden und zum Kauf der Überteurten Artiekl aufrufen.
Leute: Fasst euch an den Kopf!
Silbador (27.09.2007, 07:56 Uhr)
Wundern die sich wirklich?
Diese Frage stelle ich nicht zum ersten Mal.
Vorab: ich kaufe keine gefälschten Markenartikel aber auch keine Schickimickiware zum überteuerten Preis.
Wenn ein paar Turnschuhe 200 Euro und mehr kosten müssen, weil irgendein Sportmillionär dafür einen Werbevertrag hat, der ihn einige Miilion reicher macht, dann habe ich dafür allerdings kein Verständnis. Das sind aber auch die modernen Ausprägungen der Merkenhersteller, früher war Werbung bei weitem günstiger angelegt.
Ich mache oft sogar einen Bogen um solche Produkte, so habe ich auch Krombacher gemieden, als Jauch dafür geworben hat. Sowas muß nicht sein. Früher hat man ein werbefigur aufgebaut und die lange Zeit beibehalten (Melitta-Mann, Klementine), das waren günstige Werbefiguren, die sicherlich auch ihren Zweck erfüllten. Nur weil Gottschalk Goldbären anpreist, sind die nicht besser, ich habe umgestellt auf das Produkt aus dem LIDL-Sortiment, die schmecken mir sogar besser.
Bei Kleidung ist es nicht anders, es gibt auch jede Menge nicht beworbener Sachen, die hochwertig gefertigt sind.
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