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Ferrari legt einen Fehlstart hin

Der Luxus-Sportwagenbauer Ferrari hat ein durchwachsenes Debüt an der Mailänder Börse hingelegt. Die Aktien des Autoherstellers verloren am ersten Handelstag am Montag zunächst an Wert, zeitweise wurde der Handel ausgesetzt.

Der Gang an die Mailänder Börse folgt für Ferrari auf die Abspaltung vom Mutterkonzern Fiat Chrysler

Der Gang an die Mailänder Börse folgt für Ferrari auf die Abspaltung vom Mutterkonzern Fiat Chrysler, die vergangene Woche abgeschlossen worden war

Zweieinhalb Monate nach dem rasanten Start an der New Yorker Börse ist Ferrari in Mailand nicht recht vom Fleck gekommen. Der Ausgabekurs von 43 Euro sank am Montagmorgen zum Debüt an der Mailänder Börse zunächst ab und notierte gegen Mittag nur leicht um 0,32 Prozent im Plus - allerdings in einem schwierigen Börsenumfeld. Ferrari-Chef Sergio Marchionne, gleichzeitig Chef des bisherigen Besitzers Fiat Chrysler, wiegelte ab: Der verhaltene Start "bedeutet nichts", sagte er. "Das braucht Zeit", fügte Marchionne hinzu. Auch Analysten rechnen mit einem Kursanstieg in den kommenden Tagen.

Ferrari hatte sein Börsendebüt am 21. Oktober an der New Yorker Börse NYSE gemacht. Am ersten Handelstag dort war der Kurs zeitweise auf 60 Dollar (53 Euro) gesprungen, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis von 52 Dollar. Mittlerweile wird die Aktie für rund 48 Dollar (44 Euro) gehandelt.

Italien Regierungschef kommt zum Handelsstart von Ferrari

In Mailand war das Börsengebäude am Montag mit roten Ferrari-Fahnen geschmückt, davor parkten acht Rennautos der Marke mit dem schwarzen Pferd auf gelbem Grund. Zum Handelsstart war auch Italiens Regierungschef Matteo Renzi gekommen. Ferrari beweise, dass "die Globalisierung unsere beste Chance ist", sagte er. Die Italiener bräuchten sich vor der Welt nicht zu fürchten.

Fiat Chrysler (FCA) hatte in New York zehn Prozent des Kapitals an die Börse gebracht. Anfang Dezember stimmten die FCA-Aktionäre dann für die Abspaltung von Ferrari. 80 Prozent des Kapitals werden seit Montag in Mailand gehandelt.

Wem gehören nun die Ferrari-Aktien?

Die Holding der Fiat-Gründerfamilie Agnelli-Elkann, Exor, hat sich 23,5 Prozent der Ferrari-Anteile gesichert, allerdings mit 33,4 Prozent der Stimmrechte. Der Sohn des Gründers, Piero Ferrari, besitzt zehn Prozent und 15,48 Prozent der Stimmrechte. Mit diesen insgesamt 48,88 Prozent der Stimmrechte wollen Exor und Ferrari "die Stabilität" der Marke bewahren.

Die Geschäfte der Luxusmarke laufen gut, im dritten Quartal 2015 waren die Umsätze um neun Prozent und der Nettogewinn um 62 Prozent gestiegen. Ferrari will bis 2019 die Zahl der jährlich verkauften Rennwagen von aktuell 7000 auf 9000 steigern.

ivi/AFP
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