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Die Lokführergewerkschaft GDL erhöht den Druck im Tarifstreit der Bahnbranche und plant in der nächsten Woche Streiks bei den großen Privatbahnen. Die Deutsche Bahn wird von der Aktion verschont.
Im Tarifstreit der Lokführer mit den Wettbewerbern der Deutschen Bahn sieht sich die Gewerkschaft GDL am Ende ihrer Möglichkeiten.
In ganz Deutschland hat am frühen Morgen der zweite GDL-Streik bei privaten Bahn-Wettbewerbern begonnen. 47 Stunden soll der Ausstand insgesamt dauern, Pendler müssen sich Alternativen für ihren Weg zur Arbeit suchen. Die Lokführergewerkschaft droht bereits mit weiteren Streiks.
Den Bahnkunden drohen weitere Behinderungen: In einer Urabstimmung haben 90 Prozent der Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL für einen Arbeitskampf gestimmt. Wann der Ausstand beginnen soll, steht noch nicht fest.
Die Lokführer lassen ihre Muskeln spielen: Auf vielen Bahnstrecken in Deutschland ging am Vormittag kaum noch etwas. Eine Lösung des Konflikts ist bisher nicht in Sicht - weitere Streiks drohen in der nächsten Woche.
In der Stahlbranche leiden vor allem die Schrott verarbeitenden Betriebe in Ostdeutschland unter dem Bahnstreik. Den Transport von der Schiene auf Lkw umzustellen, ist angesichts des großen Volumens kaum möglich.
GDL-Chef Manfred Schell gibt sich auch in seiner Kur kämpferisch: Trotz des "Psychoterrors" der Bahn, werde seine Gewerkschaft den Tarifstreit gewinnen", sagt er im stern-Interview. Darin berichtet er auch von massiven Drohungen gegen sich und die Lokführer.
Manfred Schell, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), ist zuversichtlich, den Tarifstreit mit der Bahn zu gewinnen. "Wir stehen diesen Arbeitskampf durch", so der GDL-Vorsitzende in einem Gespräch mit dem Hamburger Magazin stern, das er während seiner Kur in Radolfzell gab.
Ab Montag wird bei der Bahn gestreikt - so haben es zumindest die Lokführer angekündigt. Der Ausstand ist aber noch abwendbar: Die Tarifparteien könnten sich in letzter Minute einigen oder der Arbeitskampf wird gerichtlich verboten. stern.de schildert die möglichen Szenarien.
Verwirrung im Bahn-Tarifstreit: Schriftlich hat GDL-Chef Manfred Schell auf das Treffen mit Bahn-Chef Mehdorn am Mittwoch reagiert. Die Grundlage für Tarifverhandlungen seien "entzogen", schrieb Schell und rief die Politik zu Hilfe. Ob der Brief vor oder nach dem jüngsten Bahn-Angebot entstand, ist unklar.
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